Wieviel Social Media steckt eigentlich in deutschen Kaufentscheidungen?

Der „German Social Media Consumer Report 2012/2013“, durchgeführt von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster in Kooperation mit der Strategieberatung Roland Berger, zeigt eines deutlich:  Der Einfluss von Social Media auf Kaufentscheidungen der Deutschen ist mindestens genauso wichtig wie der Einfluss von Fernsehen und Radio. Die Einkäufe der Deutschen sind laut Studie zu 22 Prozent durch Corporate Websites und Social Media beeinflusst.

Das Social Media-Nutzungsverhalten der Deutschen

Diese Ergebnisse liegen vor allem im Wandel des Social Media-Nutzungsverhaltens der Deutschen  begründet. Unabhängig von Bildungsgrad, Alter, Einkommen oder Region werden soziale Netzwerke heute ganz selbstverständlich von weiten Teilen der deutschen Bevölkerung genutzt. Der durchschnittliche deutsche Internetnutzer ist in drei Social Media Kanälen registriert. Nur 7,4% der Internetnutzer in Deutschland sind nicht auf Social Media Kanälen registriert oder aktiv. 21,3% der deutschen Internetnutzer haben fünf oder mehr Accounts in sozialen Netzwerken. Auch interessant für die Marketeer dürfte sicherlich sein, dass Social Media neben dem Telefon das am höchsten priorisierte Kommunikationsmedium ist.

Social Media Top 10

Die Studie untersuchte zudem, welche Social Media Kanäle bei den Deutschen am beliebtesten sind. Auf Platz 1 befindet sich nach wie vor Facebook: Ganze 72,1% der Deutschen sind beim weltweit größten Netzwerk registriert. Mit größerem prozentualen Abstand folgt Youtube mit 38,7% und StayFriends mit 20,6%. Weit ab fällt Twitter mit nur 10,5%. Geht es um das tägliche Einloggen auf den jeweiligen Plattformen fallen vor allem Google+ und Twitter auf. Ganze 49,8 % der Google+ Nutzer und 45,1% der Twitter Nutzer sind mindestens einmal am Tag aktiv.

Was bedeutet das für Unternehmen?

Die Studie findet klare Worte: Unternehmen reagieren immer noch unzureichend auf diesen medialen Nutzungswandel ihrer Kunden. Auch heute noch wählen diese laut Studie die klassischen Kommunikationskanäle wie TV und Print. Die Investitionen für Unternehmenskommunikation über Online-Channels wie Corporate Websites und Social Media Kanäle beträgt nur 12 Prozent. Dabei beeeinflussen die genannten Kanäle die Kaufentscheidungen der Nutzer in Deutschland zu 22 Prozent.

Eines wird deutlich: Es gibt eine neue Generation mündiger Medienkonsumenten. Während „klassische Konsumenten“ Kaufentscheidungen auf Basis von wenigen Informationsquellen wie Empfehlungen von Freunden oder der Beratung im Geschäft treffen, nutzen Social Media-Nutzer stattdessen Informationen aus mehreren Online-Quellen. Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie zukünftig klar aufeinander abgestimmte Botschaften über mehrere Kanäle und integrierte Kommunikationsstrategien für „alte“ und „neue“ Kanäle schaffen müssen.

Quelle: http://www.socialmediathinklab.com/wp-content/uploads/2013/02/WWU_Social-Media-Consumer-Report_0213_Ansicht.pdf

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