Wie viel Pinterest braucht Ihr Unternehmen?

Pinterest ist eine der am schnellsten wachsenden digitalen Plattformen weltweit. Auch viele Unternehmen entdecken das Netzwerk für sich, um ihr Social Media Marketing insbesondere für eine Zielgruppe voranzutreiben: Frauen zwischen 25 und 45.

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Warum sich Pinterest lohnen könnte?

Klare Zielgruppe

Hier ist die Zielgruppe klar umrissen: Pinterest ist tendentiell ein Frauenportal und wird es vermutlich auch bleiben. Umso besser für Unternehmen, die genau diese Zielgruppe angehen wollen. Es gibt keine andere Plattform auf der Frauen so gezielt erreicht werden können wie auf Pinterest. Content ist eben manchmal doch queen!

Viralität

Im Gegensatz zu Facebook verbinden sich auf Pinterest mehr Nutzer mit Unternehmen: während Facebook hier im Vergleich mit 24% zurück liegt, schafft Pinterest ganze 43%. Ein weiterer Vorteil von Pinterest ist die hohe Viralität: 80 % aller Pins sind Repins, weil die Nutzer Pins anderer Nutzer auf ihren eigenen Boards sammeln. Durch diese Repins wird die Anzahl der Links auf einer Website vergrößert – es geht also auch um Link-Building als Seo-Maßnahme.

Keine Shitstorms oder negative Reaktionen

Da bei Pinterest hauptsächlich Bilder gepinnt werden, ist die Textlastigkeit sehr gering. Kommentare zu den Pins gibt es eher selten. Sobald Bilder gefallen, werden diese repinnt und geliked. Gefällt ein Bild nicht, ist es recht unwahrscheinlich, dass dazu ein negativer Kommentar gepostet wird. Vielmehr ist die Konsequenz, dass das Bild dann nicht gerepinnt wird. Bisher sind noch keine Shitstorms oder negativen Diskussionen auf Pinterest bekannt.

Bilder und Videos

Selbstverständlich bedarf es vor einer Entscheidung für den Kanal Pinterest einer Analyse, ob Pinterets überhaupt für das Unternehmen im Rahmen der Social Media Strategie in Frage kommt. Ein wichtiges Kriterium im Hinblick auf eine Entscheidung für Pinterest ist allerdings auch die Frage danach, ob genug Content in Form von Bildern vorhanden ist. Haben Sie bereits qualitativ hochwertige Bilder und Videos auf Ihrer Website und ihrem Blog, würde es sich natürlich anbieten, diese auch für einen Pinterest Kanal zu nutzen und dabei viel Viralität zu erzeugen.

Pinterest steckt in den Kinderschuhen

Passt ihre Zielgruppe zu Pinterest und kann der Kanal in ihrer Social Media Strategie sinnvoll ergänzt werden, ist Pinterest eine erfolgversprechende Plattform für gutes Content Marketing. Ein anderes Argument ist zudem, dass Pinterest Social Media Marketing momentan noch in den Kinderschuhen steckt. Bisher lassen sich Pinterest-Kampagnen noch an einer Hand abzählen. Wer also jetzt beginnt wird es leichter haben, den Kanal und somit die Kunden für sich zu gewinnen, bevor andere Unternehmen Gas geben und die Konkurrenz zunimmt. Diese Erfahrung machen wir aktuell auch mit Facebook.

 

Was ist bei der Nutzung von Pinterest für Unternehmen zu beachten?

Bilder statt Sprache

Hier geht es nicht um Sprache, sondern um Bilder: Was sich so banal anhört, ist eine wirkliche Herausforderung. Hier wird das Produkt oder die Dienstleistungen nicht einfach beschrieben, hier ist Umdenken angesagt:
Der komplette Inhalt muss über das Bild zum Ausdruck gebracht werden. Es geht darum, die Marke als ein Lebensgefühl oder einen Lebensstil darzustellen. Hierbei ist es ganz im Sinne des Content Marketings auch erlaubt, verwandte Themen zu wählen, die die Zielgruppe erreicht und visuell ansprechend ist.

Planung

Bei Pinterest, wie auch auf anderen Kanälen, ist Planung das A&O. Wie viel Material haben Sie zur Verfügung und wie viel Boards möchten Sie thematisch füllen? Hierbei rät Andreas Werner in seinem Pinterest Guide, vorerst einmal fünf Boards zu füllen und somit die ersten Fans zu generieren. Wichtig hier: Diese fünf Boards sollten professionell aussehnen und einen guten Eindruck machen.  Andreas Werner empfiehlt: 30 Bilder in sechs Schritten verteilt über den Tag zu posten und nicht in geballter Form. Wichtig ist es zudem ein oder zweimal in der Woche anderen Accounts zu folgen, um Follower zu gewinnen, die den eigenen Inhalt verbreiten. Es empfiehlt sich zudem erfolgreiche Pins zu dokumentieren. So können nach und nach vermehrt diese Bilder gepinnt werden.

Interaktion fördern

Je mehr User aktiv sind, desto größer ist die Chance die Kundenbindung zu verbessern. Um dies zu erreichen eignen sich Contests, oder die Einladung an die User, ihre Meinungen durch Bilder auszudrücken.

Die erste erfolgreiche Pinterest Kampagne stammt von dem israelischen Damenbindenhersteller Kotex. Die Idee ist einfach, aber ist absolut treffend für die Zielgruppe: Hier wurden zunächst die 50 wichtigsten Key Influencerinnen auf Pinterest identifiziert und deren Interessen beobachtet. Jede der Frauen wurde von Kotex mit einem, individuell auf die Interessen zugeschnittenen, Geschenk überrascht und dazu aufgerufen sich und ihr Geschenk zu fotografieren und auf Pinterest zu pinnen. Das Ergebnis: 2.284 Interaktionen, 694.853 Impressionen und das Teilen der Bilder auf Facebook, Twitter und Instagram.

 

 

Ein ganz aktuelles deutsches Beispiel ist die Vermarktung des neuen Opel Adam über Pinterest. Hier können Nutzer über die Boards ihren eigenen Opel Adam nach individuellen Wünschen gestalten. Die Aktion wird über Facebook beworben. Ziel ist es zudem, dass die Nutzer sich intensiv mit dem Produkt und seiner Optik beschäftigen. Auch offline spricht der Opel Adam  junge, modebewusste und fokussiert weibliche Autokäufer an: Derzeit ist Opel offizieller Partner der Castingshow Germany’s next Topmodel und wird mit den Attributen „funkig, sportlich oder elegant“ passend zur jeweiligen Sendung gezeigt.
Sicherlich kein Zufall, das auch jetzt die Pinterest Kampagne gestartet ist. Zielgruppentechnisch sicherlich ein cleverer Schachzug.

Pinterest Opel

Mitarbeiter als Multiplikatoren gewinnen

Gerade wenn es darum geht ein Lebensgefühl in Bilder zu fassen, können gepostete Bilder der Mitarbeiter des Unternehmens einen enormen Beitrag dazu leisten, dass das Unternehmen als authentisch wahrgenommen wird. Der User bekommt die Möglichkeit zu sehen, wer hinter dem Unternehmen steckt, was sich hinter der Marke verbirgt. Hier kann transparent gemacht werden, ob das nach außen hin kommunizierte Lebensgefühl, das durch Pinterest in Bilder verpackt wird, auch intern gilt, oder ob es vor den Unternehmenstoren endet.

Boards möglichst lange nutzbar

Beim Anlegen von Boards sollte man darauf achten, dass diese auch möglichst lange zu nutzen sind. Hat man für den Unternehmensaccount 20.000 Follower kann ein Board aber auch 30.000 Follower haben. Ist dieses Board nur aktionsgebunden würde man Follower verlieren, denn diese können nicht auf ein neues Board übertragen werden. Um die jeweiligen Pins in das neue Board zu legen, wäre ein enormer manueller Aufwand nötig – daher lieber direkt langanhaltende Boards anlegen.

Fazit
Pinterest kann ein erfolgsbringender Kanal sein. Ist die Hauptzielgruppe des Unternehmens weiblich, oder soll künftig diese Zielgruppe stärker angesprochen werden, ist es sicherlich ratsam sich mit dem Einsatz von Pinterest im Rahmen der Social Media Strategie zu beschäftigen.

Quellen:

http://www.slideshare.net/fullscreen/datenonkel/pinterest-fr-unternehmen-der-ultimative-marketing-guide/1

http://www.futurebiz.de/artikel/wie-interagieren-nutzer-mit-marken-und-anderen-personen-auf-pinterest-infografik/

http://www.ishpc.de/2013/02/14/3-experten-5-meinungen-ist-pinterest-nun-top-oder-flop/

http://www.gruenderszene.de/recht/business-accounts-bei-pinterest

http://www.popularity-reference.de/pin-it-erfoglreiches-content-marketing-fuer-pinterest/

http://www.lead-digital.de/start/social_media/gewinnspiele_auf_pinterest_so_nutzen_social_media_profis_das_netzwerk

http://www.netz-reputation.de/2012/02/pinterest-start-up-erschliest-neue-zielgruppe/

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