Werbeanzeigen auf Instagram jetzt in Deutschland verfügbar.

Werbeanzeigen auf Instagram: Das müssen Sie zu den Ads wissen

Seit dem 20. April gibt es sie nun auch in Deutschland – Werbeanzeigen auf Instagram. Zuvor war dieser Service nur in den USA, Großbritannien, Australien und Brasilien verfügbar. Hierzulande mit von der Partie sind Branchen- und Instagram-Größen wie Samsung und Porsche, aber auch Netzwerk-Neulinge wie Rewe oder das Modelabel DNGRS.

Das Rollout startet langsam. Instagram möchte seine User stets behutsam an diese Form heranführen. Daher arbeitet man eng mit seinen Werbekunden zusammen und zunächst auch nur mit ausgewählten Unternehmen, die bereits dort aktiv sind. So ist natürlich stets eine gründliche Qualitätskontrolle möglich. Ein „Kaltstart“ für Werbekunden ist also nicht möglich, wäre aber aufgrund der Charakteristik des Netzwerks ohnehin kontraproduktiv.

1.  Wie funktionieren Instagram-Anzeigen?

Üblicherweise bekommen Instagram-Nutzer in ihrem Newsfeed ausschließlich und wohlgemerkt alle Posts von Accounts (und damit eben auch Unternehmen) angezeigt, denen sie folgen. Es gibt keinen Algorithmus à la Facebook, der vorsortiert. Stattdessen bekommt man alles ungefiltert zu sehen. So ist es ja auch auf Twitter der Fall. Werbung ist für deutsche Nutzer allerdings komplett neu und entsprechend ungewöhnlich. Hier sehen Sie zwei Beispiele für die Anzeigen auf Instagram:

Deutsche Instagram-Werbeanzeigen: Zalando und Samsung Mobile.
Quelle. Instagram Deutschland.

Die neu eingeführten Anzeigen sind gesponsorte Posts, die Usern aufgrund ihrer Präferenzen oder demographischen Merkmale angezeigt werden. Genaue Angaben liegen noch nicht vor, was schlicht daran liegt, dass die Werbefunktion noch nicht frei verfügbar ist. Dazu gleich mehr.

Optisch und inhaltlich unterscheiden sich die Werbeanzeigen nicht von ihren Pendants auf den Unternehmensprofilen. Hinzu kommen lediglich der „Gesponsert“-Hinweis und die Option, die Anzeige zu verbergen. Damit möchte Instagram eine Art Qualitätskontrolle durch die Nutzer gewährleisten. Kommt also eine Anzeige schlecht an, dürfte darauf eine entsprechende Reaktion beziehungsweise Anpassung folgen.

2.  Wer schaltet bereits Instagram-Anzeigen?

Instagram verfährt auch in Deutschland wie bisher, also sehr vorsichtig. Derzeit kann man die Werbeanzeigen nicht einfach buchen. Das Netzwerk arbeitet momentan ausschließlich mit vertrauten Unternehmen und Marken zusammen. Dabei handelt es sich um ein verständliches Verfahren. Denn so können die Nutzer in angemessenem Tempo an das neue Format herangeführt und vor allem jederzeit die angestrebte Qualität gewährleistet werden.

Anhand der Ausrichtung lässt sich zunächst einmal erkennen, dass Instagram wie erwartet auf große Marken setzt. Daneben finden aber durchaus auf „kleine“ Kunden, sodass insgesamt sechs Branchen abgedeckt werden. In Deutschland gibt es Anzeigen in den Branchen Automobile, Mode-E-Commerce, Süßwaren, Elektronik, Fashion und Lebensmitteleinzelhandel:

Porsche (765.000 Follower)

Porsche auf Instagram.

Volkswagen (256.000 Follower)

Volkswagen (VW) auf Instagram.

Mercedes Benz (2,1 Millionen Follower)

Mercedes Benz auf Instagram.

Zalando (73.500 Follower)

Zalando auf Instagram.

Ben & Jerry’s (483.000 Follower)

Ben & Jerry's auf Instagram.

Samsung Mobile (232.000 Follower)

Samsung Mobile auf Instagram.

EDITED (24.300 Follower)

Edited auf Instagram.

DNGRS (208 Follower)

DNGRS auf Instagram.

Rewe (2.236 Follower)

Rewe auf Instagram.

3. Welche Rolle spielen die User?

Wem eine Anzeige nicht gefällt, der kann sie einfach mit einem Klick verbergen. Eine ähnliche – jedoch ausführlichere – Funktion bietet mittlerweile auch Facebook, daher ist dies prinzipiell nichts Neues. Grundsätzlich können die User also unmissverständlich äußern, wenn ihnen eine Anzeige nicht zusagt. Als Qualitätskontrolle erscheint diese Option sehr sinnvoll, da auf diese Weise allzu werbliche Posts schnell ausgesiebt werden.

Damit ist ein weiterer wichtiger Punkt berührt. Auch ohne die hohen Auflagen, die Instagram (noch) Werbepartnern macht: Alle Maßnahmen, die nicht der Erweiterung der Reichweite und Stärkung eines souveränen Instagram-Profils dienen, dürften kaum von Erfolg gekrönt sein. Wenn die User auf einen Instagram-Account aufmerksam werden und dann feststellen, dass er unausgereift ist, macht sich schnell Ernüchterung breit.

4.  Was sind die Unterschiede zu normalen Posts?

Werbeanzeigen sind hier nur ein geeignetes Format, wenn es darum geht, noch mehr User zu erreichen beziehungsweise dieses Ziel in noch kürzerer Zeit zu bewerkstelligen. An den von Instagram zur Verfügung gestellten Beispielen wird ohnehin deutlich, wohin natürlich auch hier die Reise geht. Die oben von uns gezeigten Posts unterscheiden sich nicht von herkömmlichen, unbeworbenen Beiträgen.

Auch Influencer sind involviert. Wie gesagt, Instagram-Werbeanzeigen sind eine effektive Möglichkeit, um bestehende Accounts zu pushen und das Branding zu unterstützen. Dabei sollten jedoch immer die Grundregeln des Netzwerks – wie Interaktion, Servicegedanke und vor allem Zielgruppenorientierung – im Zentrum stehen.

5. Wie geht es nun auf Instagram weiter?

Es stellt sich natürlich die Frage, wie Instagram zukünftig verfahren wird. Selbst in den USA arbeitet das Social Network nur mit ausgewählten Partnern zusammen, dementsprechend hoch sind auch die Preise. Eine Öffnung dürfte jedoch nicht mehr allzu sehr entfernt sein. Mit diesen Restriktionen, so nachvollziehbar sie auch sein mögen, entgehen dem Social Network schließlich auch viele potentielle Kunden. Prinzipiell scheinen sich Instagram-Anzeigen auch für kleine Unternehmen zu lohnen.

Gespannt sein darf man zudem auf die Carousel Ads. Bisher bestand ein generelles Problem auf Instagram hinsichtlich der Generierung von Traffic. In Posts ließen sich, im Gegensatz zu Pinterest, keine Links einfügen. Oft wurde der Trick angewandt, im Text auf den (erlaubten) Link in der Profil-Bio hinzuweisen. Zwar kann man dann den einen Link einem besonders aktuellen Post anpassen. Das Ganze ist aber recht umständlich.

Mit der kürzlich in den USA eingeführten Carousel-Technik wird dem abhgeholfen. Nach mehreren zusammenhängen Posts kann dann ein solcher mit einem Link in Form von „Learn more“ platziert werden. Wann die Einführung in Deutschland erfolgt, steht allerdings noch nicht fest.

Fazit

Werbeanzeigen auf Instagram sind in Deutschland noch ganz am Anfang. Daher ist zunächst Geduld gefragt. Dies hat wiederum auch viele positive Aspekte. So kann man nun in Ruhe die vorliegenden Anzeigen betrachten und analysieren, inwieweit hierzulande vorgegangen wird und welcher Erfolg damit erzielt wird.

Ergänzen oder variieren die Sponsored Posts gewöhnliche Beiträge? Oder sind sie eigenständig? Hier gibt es zahlreiche bemerkenswerte Möglichkeiten. Auch die bevorstehenden Carousel Ads sollte man im Auge behalten. Grundsätzlich sind die Anzeigen vor allem ein weiterer von vielen Gründen, um sich als Unternehmen mit Instagram auseinanderzusetzen. Die Zukunft ist schließlich vorrangig visuell und mobil!

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