Schluss mit den Vorurteilen – Opel räumt mit „Umparken im Kopf“ auf!

Wir leben in einer Welt voller Missverständnisse, gepaart mit Vorurteilen. Die aktuelle Werbekampagne Umparken im Kopf geht genau darauf ein und schmückt derzeit die deutschen Innenstädte mit zahlreichen Plakaten. Schwarze Schrift auf einem knallig-gelben Grund, aufgepeppt mit cleveren Piktogrammen. Sprüche wie „Aus Sicht der Physiker kann die Hummel unmöglich fliegen – Der Hummel ist das egal“ oder „68 Prozent der Männer halten rothaarige Frauen für feuriger – 90 Prozent davon haben noch nie eine kennen gelernt“ sollen den Betrachter zum Nachdenken anregen. Doch wer steckt dahinter? Diese Frage war trotz einiger Vermutungen bis vor kurzem noch ungeklärt, da es sich anfangs um eine ungebrandete Kampagne handelte. Mittlerweile gibt es eine Antwort, sie lautet: der Rüsselsheimer Autobauer Opel steckt dahinter.

Vor gut einem halben Jahr hat sich bei Opel etwas getan. Tina Müller, die frühere Henkel-Managerin, ist seitdem Teil des Vorstands von Opel und für den Bereich Marketing, also die Entwicklung der Marke verantwortlich. Schnell zeigt sich, dass sie einen radikalen Weg gewählt hat, um dem Opel-Blitz wieder jenen Glanz zu verleihen, den er in vergangenen Tagen hatte. Schon seit längerem hat Opel ein Imageproblem, welches auf Vorurteilen wie beispielsweise „Jeder Popel fährt einen Opel“ oder den zahlreichen Manta-Witzen gründet. Einige Branchenkenner sind der Meinung, die Marke Opel sei ein hoffnungsloser Fall, weil der Karren bereits zu tief im Dreck steckt. Tina Müller sieht das anders und will mit der aktuellen Kampagne Umparken im Kopf die festgefahrenen Vorurteile bereinigen und Menschen zum Nachdenken anregen. Neben den bundesweiten Großflächenplakaten finden sich auf der passenden Internetseite TV-Spots und Videoclips mit Prominenten, die über ihre Erfahrungen mit Vorurteilen sprechen und zum „Umparken“ durch Umdenken anregen. Kampagnenstart der ersten Phase war am 21. Februar 2014. Der Clou daran: es gab keinen Absender. Auf der Website wurden alle Stimmen zur Kampagne über das Hashtag #umparkenimkopf aus sozialen Netzwerken gesammelt und veröffentlicht. Wie lange lässt sich der Absender überhaupt geheim halten? Für den Rüsselsheimer Autobauer war es spannend zu beobachten, welchen Verlauf die Spekulationen rund um die Kampagne und den Vorurteilen genommen haben.

Der Kopf hinter der Kampagne ist Kreativgeschäftsführer Niels Alzen von der Werbeagentur Scholz & Friends aus Hamburg. Er bemerkt: „Nur mit Mut zur Ehrlichkeit gewinnt man Glaubwürdigkeit. Opel beweist mit Umparken im Kopf den Mut, Vorurteile gegen die Marke ganz offen anzusprechen und sie so ins Gegenteil zu entwickeln.“ Aktuell befinden wir uns kurz vor der zweiten Phase der Kampagne. Am 07. März 2014 laufen erstmals die TV-Spots im Fernsehen. Das finale Ziel dieser Kampagne wird durch Alexander Lengen wie folgt formuliert: „Wir ermuntern also die Menschen, einen frischen, vorurteilsfreien Blick auf unsere Marke zu werfen.“ Wie viele Autofahrer infolgedessen tatsächlich Umparken im Kopf und mit den Vorurteilen aufräumen, bleibt abzuwarten. Einen interessanten Ansatz mit digitalem Bezug haben die Opelaner jedoch auf jeden Fall gewählt.

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Ein Kommentar

  1. […] einer Woche haben wir bereits über die aktuelle Kampagne von Opel “Umparken im Kopf” berichtet. “Das ist die größte Image-Kampagne unserer Geschichte” äußerte sich der […]