Neckermann wirbt mit eigener Insolvenz

Wir haben bereits darüber berichtet, dass Neckermann Mitte dieses Monats seinen eigenen Insolvenzantrag bekanntgegeben hat. Jetzt nutzt Neckermann die Insolvenz, um im eigenen Onlineshop für sich zu werben.

Mit dieser Kampagne möchte sich der Kataloghändler stabilisieren. Wie PRonline treffend feststellt, wird die Kampagne von den berichterstattenden Medien weitgehend positiv aufgefasst: „Aus PR-Sicht scheint diese Form des Galgenhumors [,den eigenen Untergang offensiv zu feiern,] höchst erfolgreich zu sein“. Trotz dass die Kampagne erst vor wenigen Tagen gestartet ist, hat sie indes sehr viel Aufmerksamkeit erregt.

Von den Facebookfans wird die Kampagne ebenfalls teilweise mit Beifall gelobt: „klasse Ding“ und „ihr seid echt der knaller“ tönt es in den Kommentaren zu den einzelnen Plakaten. Ein sehr eifriger Fan hat im Zuge des Kampagnenstarts selbst einige Plakate kreiert.

Bild © Christoph Baum

Allerdings sind auch einige Nutzer über den scherzhaften Umgang mit der Tatsache, dass durch die Insolvenz viele Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren, entrüstet. Sie bezeichnen die Aktion als „Eigentor“ und „unterste Schublade“. Die Reaktionen auf die aktuelle Neckermannkampagne sind folglich gemischt.

Möglicherweise kann die Kampagne Neckermann helfen, wieder neu aufzublühen. Zumindest trägt der selbstironische Umgang mit der eigenen Insolvenz dazu bei, das Ansehen des Kataloghändlers in den berichterstattenden Medien zu steigern.

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