Mobile Endgeräte auf Vormarsch

Das Smartphone ist mittlerweile zu einem unverzichtbaren Marketingbestandteil geworden. QR-Codes, Location-based Services und die immer frequentere Nutzung sozialer Netzwerke stellen lediglich einen geringen Bestandteil der Möglichkeiten dar, die mobile Endgeräte bieten. Doch wird das Potenzial der mobilen Endgeräte effektiv genutzt?

Bild © Ingo Bartussek – Fotolia.com

Eine diesjährig durchgeführte Studie von TNS Infratest hat ergeben, dass mehr als ein Viertel (26,5%) der Befragten mobiles Internet nutzt. Derzeit sind 5% im Besitz eines Tablet-PCs, wobei sich der Wert innerhalb dieses Jahres voraussichtlich verdoppeln wird, da 4,4% der Befragten planen, sich einen Tablet-Computer anzuschaffen. Überdies können sich 43,4% vorstellen, das World Wide Web ausschließlich mithilfe eines mobilen Endgerätes zu nutzen. Dabei sind die Befragen bereit, im Monat durchschnittlich 22,30€ für den mobilen Internetzugang zu zahlen. Das Beratungsunternehmen pwc prognostiziert sogar einen Zuwachs der weltweiten Werbeeinnahmen um durchschnittlich 26,5% bis 2016. Das intensivere Nutzungsverhalten von mobilen Endgeräten zeigt folglich das Potenzial des Onlinemarketings auf.

Demgegenüber legte die W&V (29/2012) dar, dass sich die meisten Marketer mit diesem Thema noch nicht hinreichend auseinandergesetzt haben und selten mobile Websites anbieten. Hierbei wird Bezug auf eine Studie der Strategieberatung Sempora genommen. Klarer Tenor der Ergebnisse ist, dass den meisten Marketern die Möglichkeiten des Onlinemarketings über mobile Endgeräte nicht bewusst sind. Daneben informieren sich nur wenige Entscheider (45%) über die Maßnahmen der Konkurrenz in diesem Bereich. Jedoch gaben 76% der befragten an, sich in diesem Feld verstärkt engagieren zu wollen.

Hagen Sexauer, Prinzipal von Sempora, kritisiert in diesem Zusammenhang, dass die Unternehmen sich über einen falschen Zugang im mobilen Internet etablieren. Es sei weniger sinnvoll, vor der Auseinandersetzung mit dem neuen Marktplatz eine Applikation anzubieten. Stattdessen sollten sich Entscheider zunächst die Frage stellen, welche Zielgruppe sie erreichen wollen, und auf dieser Grundlage nach möglichen Kooperationspartnern Ausschau halten. Dann folgt die Entwicklung und Umsetzung einer eigenen mobilen Website und erst danach kann eine eigene App entwickelt und angeboten werden. Bei den letzten beiden Punkten gilt es zudem, darauf zu achten, dass die mobilen Onlineangebote für die Verbraucher sehr benutzerfreundlich sind.

Beim eigenen mobilen Onlineauftritt ist es des Weiteren wichtig, auf das richtige Werben zu achten. Dabei ist es ungünstig, wie Peter Prislin anführt, wenn die angegeben Landingpages nicht für den mobilen Zugang geeignet sind. Der Head of Digital der DDB-Gruppe führt außerdem an, dass beim mobilen Onlinemarkteing zunehmend auf Social-Media-Plattformen gesetzt werden soll, da diese vermehrt mobil genutzt werden. Die Studie des Marketing Developers AdParlor bestätigt diesen Sachverhalt, indem sie konstatiert, dass mobile Facebookanzeigen effektiver als normale Ads innerhalb des sozialen Netzwerkes sind.

Die verstärkte Nutzung mobiler Endgeräte der Verbraucher bietet für Marketer vielseitige Möglichkeiten, zu werben, die eigenen Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen sowie eine engere Kundenbindung zu schaffen. Jetzt gilt es, dieses Potenzial zu nutzen und für sich zu gewinnen.

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