Social Media

Content Marketing für mehr Traffic

Viele Marken stehen bei der Content-Generierung für ihre Social-Media-Kanäle vor einem Problem: Es werden Katzenbilder gepostet, Fragen nach dem Wohlbefinden in die Runde gestellt und schöne Wochenenden gewünscht, wo sich die Gelegenheit bietet. Auch wenn das ab und an eine zuverlässige Methode ist, um eine begrenzte Interaktion mit seinen Nutzern zu schaffen –  diese Posts geben weder Auskunft über die Marke selbst noch bieten sie einen darüber hinaus gehenden Mehrwert.

Dabei ist es gar nicht so wichtig, die Priorität auf den Verkauf von Waren oder Dienstleistungen zu legen. Was im Content Marketing zählt, ist der Übertrag von relevanten, nicht immer produktbezogenen Informationen zur Marke selbst.

Gehen wir aber vorerst auf den Begriff „Content Marketing“ ein. Grundsätzlich ist Content Marketing das Können, mit seinen Konsumenten zu kommunizieren, ohne dabei Ware zu verkaufen. Anstatt Produkte an den Mann zu bringen, liefern sie Informationen oder auch „Storys“, die ihre potenziellen Kunden und Käufer interessieren. Die Motivation dahinter ist, seinen Kunden relevante Informationen zu vermitteln, die dann im Gegenzug mit Loyalität und Kaufkraft belohnt werden.

Wie bereits im vorhergehenden Artikel bemerkt, ist es wichtig, den User durch überzeugende Inhalte an das Unternehmen zu binden und so „brand loyalty“ zu entwickeln. Wenn man sich dabei in einem bestimmten Bereich auch noch als Experte herausstellen kann, hat man schon viel gewonnen.

Red Bull beispielsweise ist der König unter den Content-Lieferanten. Geht man auf die deutsche Webseite von Red Bull, könnte man den Eindruck gewinnen, man befinde sich auf der Internetpräsenz einer Extremsport-Zeitschrift. Natürlich sieht man in den produzierten Videos das Firmenlogo, aber das Getränk spielt auf den ersten Blick so gut wie keine Rolle.

Dabei sind die Artikel, Videos und Veranstaltungen vor allem für die 18- bis 30-jährigen Männer, welche die Zielgruppe von Red Bull darstellen, interessant, ohne den Verkauf des Produkts in den Vordergrund zu stellen.

Für kleinere Unternehmen aus weniger action-geladenen Metiers mit geringeren Budgets ist es schon ein guter Anfang, Fachartikel zu veröffentlichen, den eigenen Blog mit fachspezifischen Inhalten zu füllen oder Whitepaper, Infografiken und Anleitungen zu veröffentlichen. Diese überschneiden sich im weitesten Sinne mit dem Wirkungsbereich der eigenen Marke.

Auf diese Weise erreicht man auch Menschen, die nicht explizit nach einem Produkt gesucht haben, sich aber möglicherweise von dem Angebot weiterleiten lassen. Das Beste, was einem auf diese Weise passieren kann, ist, dass man über Material verfügt, das man in seinen Social-Media-Kanälen sinnvoll verbreiten kann und von den Nutzern eigenständig geteilt wird.

Zum Thema Content Marketing hat das Unternehmen BusinessBolts den Content Marketing Survey Report 2013 herausgegeben. Es wurden 256 Personen befragt, die entweder im Marketing oder in der Geschäftsführung für Unternehmen beschäftigt sind und Personen, die gerade dabei sind, ein Unternehmen bekannt zu machen.

Den Umfrageergebnissen nach benutzen bereits 74% der befragten Unternehmen Content Marketing, um ihr Unternehmen bekannter zu machen. Den überwiegenden Teil machen dabei mit 74% Artikel aus. Erstaunlich ist, dass die überwiegende Mehrheit der Befragten (62%) weniger als ungefähr 100 $ (ca. 73 €) pro Monat in Content Marketing investiert, obwohl sie angeben, die Priorität hoch zu setzen.

Dennoch geben 77 % der Befragten an, dass ihnen Content Marketing dabei geholfen hat, ihren Traffic zu erhöhen. Alleine aus dieser Position heraus betrachtet macht es Sinn, mehr in Content Marketing zu investieren. Das alleinige Anpreisen von Dienstleistungen und Produkten genügt nicht mehr, denn vor allem im Bereich Social Media erwarten die User keine direkte Werbung – sondern Unterhaltung.

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