Wenn Pril nach Hähnchen schmeckt

Pril – das ist ja dieses in erster Linie bläulich, parfürmierte Spülmittel aus dem Hause Henkel, das fast mal durch dieses fiesgrüne FairyUltra aus den deutschen Haushaltsschränken verdrängt wurde, mit dem in Spanien alle ihre Pfannen schrubben. Aber zurück zum deutschen Spülliebling. Pril soll dem Kunden gefallen und so dachte sich das Henkelmarketing: „lassen wir doch mal die Konsumenten entscheiden, was auf der Flasche zu sehen ist. Die werden es ja wissen und können fair abstimmen“ (oder so ähnlich). Das Leben und erstrecht das Internet steckt jedoch voller Überraschungen, sodass anstatt von schön geblümten Retrostyledesign-Kandidaten, folgender minimalistischer Entwurf mit weitem Abstand auf Platz 1 liegt: „Pril – schmeckt lecker nach Hähnchen!“. Internetuser haben Humor!

Für Henkel ergeben sich nun mindestens 3 Optionen, mit dieser ungewöhnlichen Entwicklung der Croudsourcing-Promotion umzugehen:

Option 1) „Pril – schmeckt lecker nach Hähnchen!“ wird es tatsächlich als Limited Edition in den Handel schaffen. Wir halten den Schritt für mutig, vielleicht zu mutig.

Option 2) „Pril – schmeckt lecker nach Hähnchen!“ wird es als Online Limited Edition exklusiv in einem hauseigenen Online-Markenshop oder auf einer Facebook-Microshop-Seite zu bestellen geben. Aus unserer Sicht, wäre das eine ideale Lösung und wir würden mindestens ein Exemplar für unser Webkuriositätenregal bestellen. Versprochen.

Option 2 mit Sternchen) Neben der Online Special Edition bietet Pril zudem noch T-Shirts zu bezahlbaren Preisen mit im Microshop an. Pril würde mit der Aktionen mit einem Schlag zu einer handfesten Onliner-Kultmarke werden.

Option 3) Das Prilmarketing entscheidet sich gegen den populärsten Kandidaten und erklärt zwei andere Designs – der zehn besten – für die Sieger. Nach dem großen Lob für den Versandhändler OTTO, die einen ähnlichen Verlauf bei einer Promotion zur Wahl des Onlinegesichts 2010 meisterlich gehandelt und damit viel Lob geerntet haben, ist jedoch davon auszugehen, dass auch Henkel die unerwartete und humorvolle (nicht boshafte) Eigendynamik der Aktion zu nehmen wissen sollte.

Wir sind gespannt wie es weitergeht …

UPDATE: Und es ging hitzig weiter! Hier das Ergebnis der Promotion – mit einem Ausgang, den das Pril-Marketing zwar nicht, aber wir geahnt haben …
http://www.horizont.net/aktuell/marketing/pages/protected/Pril-Designwettbewerb-Henkel-spuelt-Manipulationsvorwuerfe-vom-Tisch_100254.html

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