Was kostet ein Onlineshop? 13 Tipps zur Budgetplanung

Wie teuer ist ein professioneller Onlineshop?

Es vergeht fast keine Woche, in der wir nicht gefragt werden, wieviel denn ein Onlineshop „so ungefähr“ kostet. Die Beantwortung ist in etwa so komplex wie die Frage, was man denn für ein Auto bezahlen muss.

Wie so oft im Leben, kommt es schlichtweg darauf an, was man für Ziele und Wünsche hat. Soll das Auto besonders schnell sein und über sämtliche technische Raffinessen verfügen? Oder zählt Schönheit mehr? Ist ein offenes Verdeck am wichtigsten oder doch eher Komfort und Geräumigkeit? Es gibt zahlreiche Parameter, die auf die Beantwortung der grundlegenden Frage und den damit einhergehenden Preis einen großen Einfluss ausüben.

Demoshop des Anbieters Shopware, der E-Commerce-Software anbietet.

Damit wir Ihnen die Frage „Was kostet ein Onlineshop?“, wenn auch nur ungefähr, aber im Ansatz verlässlich beantworten können, ist Folgendes entscheidend: Sie müssen die individuellen Bedürfnisse und Ziele Ihrer Kunden genau kennen. Leider ist das nicht immer der Fall. Dieser Blogbeitrag möchte aufklären und Sie bei der Vorbereitung Ihrer monetären Planung für Ihren Onlineshop unterstützen. Unabhängig davon, bei welchem Dienstleister Sie anfragen. Die Fragen, denen Sie im Vorfeld begegnen, ähneln sich überall. Es ist also auf jeden Fall besser, gut vorbereitet zu sein!

1. Was und an wen möchten Sie verkaufen?

Es klingt unwichtig, aber nicht jeder Shop passt zu jeder Branche. Je nach Branche unterliegt Ihr Shop unterschiedlichen Standards. Daher ist es für uns als Dienstleister wichtig, zu wissen, welche Zielgruppe Sie ansprechen wollen. Möchten Sie Bekleidung, ein Ernährungskonzept, Computer-Zubehör, Angelhaken, Kartoffelchips oder sogar immaterielle Güter verkaufen? Wie Sie sich leicht vorstellen können, variieren die Anforderungen je nach Produktgruppe, Branche und Zielgruppe stark.

2. Wie viele Produkte möchten Sie verkaufen?

Für die Einschätzung der Auswahl und Skalierung des für Sie optimalen Shopsystems ist es durchaus wichtig, einschätzen zu können, wie viele Produkte Sie in Ihrem Onlineshop anbieten möchten. Ob Sie 10, 200 oder 3.000 Produkte in Ihrem Shop verkaufen, macht sich letztendlich auch im initialen Aufwand und in der laufenden Betreuung Ihres Onlineshops bemerkbar.

Glücklicherweise gibt es auch bei den Kosten eine Skalierung, die für Sie Positives bereithält. Ein Shop, der 10.000 Produkte verkauft, ist nicht automatisch zehnmal so teuer wie ein Shop, der 1.000 Produkte verkauft.

Die Anzahl der Produkte hat beispielsweise einen Einfluss darauf, wie die Nutzerführung in Ihrem Onlineshop aufgebaut sein soll. Ein Shopsystem mit 10.000 Produkten benötigt eine viel ausgefallenere Suchtechnologie und hierarchische Kategorieseiten, während ein Shop mit 10 Produkten darauf verzichten kann.

3. Nutzen Sie bereits ein Warenwirtschaftssystem (ERP)?

Als bestehender Händler setzen Sie sicherlich ein Warenwirtschaftssystem ein. Damit Sie durch den Schritt zum E-Commerce nicht alles über den Haufen werfen müssen, macht es Sinn, die Anbindung an das verwendete Warenwirtschaftssystem frühzeitig zu planen. Daher ist es zunächst wichtig, zu wissen, welches Warenwirtschaftssystem Sie verwenden. Ideal ist meistens auch die Nachfrage beim Hersteller, ob es hier für Onlineshops bereits Schnittstellen zu entsprechender Software gibt.

Oftmals ist das auch ein guter Zeitpunkt, die Aktualität des verwendeten Warenwirtschaftssystems zu überprüfen. Üblicherweise verfügen die aktuellen Warenwirtschaftssysteme über offene Schnittstellen, um Onlineshops oder Zahlungsdienstleister anzubinden. Aber es gibt hier auch immer noch viele Ausnahmen.

Der Idealfall im Vorfeld ist ein guter Draht zu einem technischen Ansprechpartner beim ERP-Anbieter. Ihn kann Ihre Digitalagentur bei auftretenden Fragen zur Anbindung dann direkt kontaktieren. Sollten Sie noch kein ERP-System einsetzen, können Sie es im Anschluss auswählen – optimal auf Ihre E-Commerce-Bedürfnisse abgestimmt.

4. Lagern und versenden Sie die Produkte selbst oder nutzen Sie dafür einen externen Fulfillment-Dienstleister?

Die Wünsche und Planungen sind im Bereich der Logistik äußerst vielseitig. Sie sollten sich im Vorfeld bereits Gedanken machen, ob Sie Ihre Logistik in die Hände eines externen Fulfillment-Anbieters geben möchten oder sich selbst um Ihre Logistik kümmern. Ebenfalls von großer Bedeutung ist die Berücksichtigung des Service-Bereichs. Wer soll sich zuverlässig und möglichst kurzfristig um Kundenanfragen und Reklamationen kümmern? Hier entscheiden sich viele für externe Fulfillment-Dienstleister.

5. Gibt es bereits (professionelle) Fotos zu allen Produkten?

So gut Ihr Onlineshop auch gestaltet ist – Ihr Kunde wird Ihr Produkt online nicht in die Hand nehmen können, um das Design, die Verarbeitung oder die Materialbeschaffenheit zu prüfen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie stilvolle und detailreiche Fotos einsetzen. Die visuelle Darstellung wird im Vorfeld von vielen Auftraggebern eher unterschätzt. Es empfiehlt sich, das Thema bereits im Vorfeld anzudenken. Ist es möglich, selbst Fotos zu schießen oder benötigt man einen Fotografen?

Ihr bevorzugter Dienstleister kann Ihnen hier sicherlich eine Empfehlung aussprechen oder ein attraktives Gesamtangebot für den Shop inklusive Bildmaterial machen. Im Retail-Bereich werden die Fotos häufig von den Herstellern bereitgestellt. Beachten Sie am besten, ob sich diese Fotos für einen Onlineshop tatsächlich eignen. Für die Produktdarstellung ist es beispielsweise unvorteilhaft, wenn manche Produkte in unterschiedlichen Formaten oder vor wechselnden Hintergründen aufgenommen wurden. Schauen Sie sich am besten hier einmal gelungene Onlineshops einiger Mitbewerber oder die anderer vergleichbarer Branchen an.

Beachten Sie auch, dass die Produktabbildungen nicht nur für den initialen Produktbestand angefertigt, sondern auch für kommende Produkte bereitgestellt werden müssen. Bei der Auswahl eines Foto-Dienstleisters sollten Sie also auch darauf achten, wie häufig und schnell dieser verfügbar ist.

6. Welche Mittel möchten Sie einsetzen, um die potentiellen Kunden auf Ihr Angebot aufmerksam zu machen?

Ihr Onlineshop ist kein klassisches Geschäft. Im Gegensatz zu einem Laden an einer Fußgängerzone wird kaum ein Kunde zufällig an Ihrer Adresse vorbeibummeln. Aus diesem Grund ist es wichtig, gezielt für eine möglichst große Reichweite bei Ihrer Zielgruppe zu sorgen. Wenn Sie bereits über einen bestehenden Kundenkreis, eigene Ladengeschäfte oder ein Kundenmagazin verfügen, sind Sie in punkto Geschwindigkeit beim Reichweitenaufbau Ihres Onlineshops klar im Vorteil und eher unabhängig.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Möglichkeiten, zusätzlich für Reichweite zu sorgen. Im besten Falle berücksichtigen Sie bei Ihrer Budgetplanung den Einsatz von Werbung. Sie können hier sehr gezielt aussteuern, wen Ihre Werbung erreichen soll. Seien Sie daher nicht überrascht, wenn Ihnen Werbung von Ihrer Agentur vorgeschlagen wird. Sie kann sehr hilfreich sein, um potentielle Kunden zu erreichen.

7. Haben Sie bereits einen Online-Newsletter?

Falls Sie bereits einen Online-Newsletter mit aktuellen Email-Adressen betreiben, ist dies ebenfalls für Sie von Vorteil. Diese Adressdatenbank lässt sich im Idealfall an den zu entwickelnden Onlineshop anbinden, sodass z.B. personalisierte Mailings an Ihre bestehenden Kontakte gesendet werden. Hier empfehlen wir Ihnen, im Vorfeld in Erfahrung zu bringen, über welches System oder welchen Dienstleister Ihre Newsletter momentan versendet werden. Eine Anbindung Ihres Newsletters an Ihren Onlineshop ist insgesamt sehr empfehlenswert, um auch neue Kunden über den Onlineshop in den Verteiler aufnehmen zu können.

8. Soll der Onlineshop für Endkunden (B2C) oder auch für Firmenkunden (B2B) speziell angepasst sein?

Gerade wenn Sie im B2B-Bereich aktiv sind, werden Ihnen die dortigen Anforderungen oft zunächst sehr speziell vorkommen. Dies muss aber nicht unbedingt den tatsächlichen Bedingungen entsprechen, denn die Wünsche der B2B-Kunden ähneln sich einander oftmals mehr als im B2C-Bereich. Hierbei sollten Sie sich Gedanken über die Zugänge und Berechtigungen in Ihrem Shop machen.

Bekommt jeder Kunde den gleichen Preis angezeigt oder wünschen Sie Kundengruppen mit unterschiedlichen Preisen? Ist vor dem Shopzugang eine Akkreditierung bzw. separate Freischaltung des Kontakts gewünscht oder kann jeder auf Ihren Shop zugreifen? Sollen speziellen Bundles angeboten werden? Wünschen Sie womöglich eine Zweiteilung für B2B- und B2C-Kunden? Alles ist möglich und nichts zu diesem Zeitpunkt in Stein gemeißelt. Machen Sie sich am besten trotzdem vorher bereits Gedanken, wie Sie sich Ihre Segmentierung vorstellen.

9. Soll Ihr Onlineshop auch gleichzeitig Ihre Firmenwebsite sein?

Vor allem bei Online-Markenshops wünschen sich viele Kunde eine Kombination aus Onlineshop und Website. Das bietet nicht nur im Bereich der Kosten viele Vorteile. Gerade in punkto Conversion und auch für die Suchmaschinenoptimierung bietet sich eine Hybridlösung an.

Sollten Sie bereits eine Website haben, die bereits auf das aktuelle Nutzerverhalten ausgerichtet und zumindest responsiv erstellt wurde, bietet sich eine direkte Verknüpfung beider Seiten an. Hier empfiehlt es sich im Vorfeld darüber Gedanken zu machen, ob eine Website neben dem Shop zusammen Sinn macht. In manchen Fällen kann auch das funktionieren.

10. Möchten Sie die Texte für die inhaltlichen Seiten Ihres Shops selbst verfassen?

Vergleichbar mit den Fotos sind auch Texte bei der Planung eine Sache für sich. Oftmals wird unterschätzt, dass in den optimalen Texten für die Website und/oder die Produkte durchaus Aufwand steckt. Nicht selten traut sich der Kunde in der Planung die Texterstellung selbst zu. Im Nachhinein entwickelt sich gerade die Texterstellung oft als Flaschenhals bei der Entwicklung.

Daher beurteilen Sie bitte selbst, ob Sie in der Lage sind, Texte selbst zu erstellen. Andernfalls gibt es normalerweise auf Seiten des Dienstleisters eigene Spezialisten für die Textentwicklung. Sie berücksichtigen auch technische Aspekte, wie beispielsweise die Suchmaschinenoptimierung, und kennen sich im Content Marketing aus. Der Trend geht aufgrund eines immer größeren Wettbewerbs zur Nutzung externer Textdienstleister.

11. Haben Sie darüber hinaus spezielle Wünsche für die Realisierung Ihres Onlineshops?

Bei der Entwicklung eines Onlineshops arbeiten im Normalfall Berater, Designer und Entwickler Hand in Hand. Sie haben daher die Möglichkeit, Ihre ganz individuellen Wünsche zu verwirklichen. Dazu zählen beispielsweise Live-Chats zur Beantwortung von Kundenanfragen, 360°-Produktansichten, individuelle Bewertungssysteme, die Anbindung an mobile Apps und die Entwicklung spezieller Designs oder Funktionen.

12. Verfügen Sie über einen eigenen Webserver?

Für den Fall, dass Sie bereits über einen eigenen Webserver verfügen, macht es Sinn hier evtl. den Anbieter und einen entsprechenden Ansprechpartner in Erfahrung zu bringen. Das Hosting eines Webshops erfordert gewisse Rahmenbedingungen. Dazu zählt beispielsweise die Verfügbarkeit und die Geschwindigkeit. Beide Faktoren haben u.a. Auswirkungen auf Ihr Suchmaschinen-Ranking und natürlich auch auf Ihren Umsatz. Ein einfacher Webspace, der für die eigene Website meist voll und ganz genügt, ist mit einem Onlineshop in der Regel überfordert. Nur vorab zur Orientierung: Einen entsprechenden Serverplatz, der für Onlineshops ausgerichtet ist, gibt es am Markt schon ab ca. 50,- Euro pro Monat (netto).

13. Gibt es von Ihrer Seite ein festes Budgetlimit für Ihren Onlineshop?

Sehr häufig wird gerade die letzte Frage zu spät gestellt. Gerade wenn nur beschränkte Budgets zur Verfügung stehen, ist es jedoch am besten, dem Dienstleister frühzeitig dieses Limit zu nennen. So kann bereits im Rahmen der Beratung berücksichtigt werden, welche Möglichkeiten und Funktionen sich in diesem Rahmen umsetzen lassen.

Die häufige Befürchtung, dass der Dienstleister seine Leistungen teurer als gerechtfertigt verkauft, ist in der Praxis meistens unbegründet. Dagegen kann mithilfe einer frühzeitigen Budgetlimitierung der optimale Mix der einzusetzenden Funktionen, Inhalte und Designs schnell gefunden werden. Das spart Zeit und verursacht in der Summe weniger Kosten.

Ja, ja, interessant, aber was kostet denn jetzt ein Onlineshop?

Wie einleitend erwähnt, hängen die Kosten für die Realisierung und den Betrieb eines Onlineshops von vielen dieser und weiterer Faktoren ab. In jedem Fall kann man sagen, dass sich ein professioneller Onlineshop mit den standardmäßigen, grundlegenden Funktionen je nach Honorarsatz des Dienstleisters – nach unseren Erfahrungen – ab ca. 20.000,- Euro umsetzen lässt.

Onlineshops mit der Anbindung an externe Schnittstellen für beispielsweise Warenwirtschaftssysteme, einem modernen Design und der einen oder anderen Individualanpassung beginnen bei ca. 30.000,- Euro. Wie so oft im Leben hängt der Preis von den persönlichen Wünschen ab und so ehrlich muss man sein: wie auch beim Auto gibt es hier jede Menge Luft nach oben. Aber auch da gilt: Nicht jede anfangs noch so begehrte Zusatzausstattung macht am Ende aus Kosten-Nutzen-Sicht wirklich Sinn.

Wenn Sie genauer wissen möchten, welche Kosten bei Ihren individuellen Anforderungen voraussichtlich entstehen, senden wir Ihnen gerne unseren kostenlosen E-Commerce-Leitfaden persönlich als PDF per Email zu.

Kostenlosen E-Commerce-Leitfaden anfordern


*Alle Felder sind Pflichtfelder

Sie möchten genau wissen, was ein Onlineshop für Sie kostet?
Rufen Sie uns ganz einfach an: 0221/998088-16

Facebook

Newsletter

Hinterlasse eine Antwort

4 Kommentare

  1. Was ein Onlineshop kosten soll ist wirklich sehr schwer zu beantworten. Ein ausschlaggebender Punkt für die Kosten ist sicherlich die Onlineshop Programmierung, denn nur so kann man seine Kunden überzeugen und zum Kauf bringen.

  2. Rohde sagt:

    Naja durch die Nutzung von CMS-Systemen kostet ein Onlineshop wohl nicht mal annäherend 20 oder 30 000 Euro. Und haben alle Funktionen + starker Seo-Freundlichkeit.

    • admin sagt:

      Danke für Ihren Kommentar.

      Wie so oft im Leben kommt es ganz darauf an was man mit dem Onlineshop erreichen möchte. Wer seine handgemachten Kissen im Netz verkaufen möchte und dem die dafür etablierten Kanäle wie Dawanda oder eBay nicht ausreichen, der kann sogar mit einem Fertigbausatz von 1&1 oder Strato glücklich werden. Das kostenlose CMS- und Shopsysteme SEO technisch beherrschen, ist ebenfalls heutzutage keine Frage.

      Im Grunde betreiben Sie mit einem Onlineshop ein virtuelles Ladenlokal. Natürlich können Sie auch ein Ladenlokal mit gebrauchten Ikea-Möbeln ausstatten und wenn Sie z.B. Second-Hand-Mode verkaufen, kann das gewiss auch seinen Charme haben.

      Wenn Sie aber wirklich ein Onlinebusiness betreiben möchten und qualitativ hochwertige Produkte anbieten, kommen Sie um gewisse Arbeiten nicht herum, die Spezialwissen und Erfahrung benötigen. Die Programmierung ist hier nur ein Bestandteil. Ansonsten zählen dazu, neben einer sorgfältigen Konzeption und der Gestaltung, die alle Aspekte der Kundenführung berücksichtigt, insbesondere Anbindungen an Warenwirtschafts- und/oder Kassensysteme.

      Hierbei braucht man die beschriebenen Budgets, die auch nur einen groben Richtwert darstellen. Jeder Onlineshop muss individuell geplant werden. Und dazu gibt es Spezialisten wie uns.

  3. Lidia sagt:

    Vielen Dank für die Tipps!