Tumblr als Marketingtool

Tumblr als Marketing-Tool nutzen

Wenn es um Social Media Marketing geht, wird Tumblr gerne übersehen. Viele Unternehmen beschränken sich hierzulande eher auf Facebook, Google+ und Twitter. Dabei ist Tumblr einer der gängigsten Micro-Blogging-Dienste und nach Twitter sogar auch der zweitgrößte. Warum es also für Unternehmen sinnvoll sein kann, diesen Dienst künftig im Auge zu behalten, erklärt dieser Artikel.

Eine aktuelle Studie von Yahoo Labs, veröffentlicht am 20. März 2014, gibt einen statistischen Einblick in Tumblr und stellt einen Vergleich mit anderen Diensten an, insbesondere Facebook und Twitter. Einige Fakten über Tumblr können dabei für Unternehmen hinsichtlich ihrer Marketing-Aktivitäten bedeutsam sein: Die Community verzeichnet mittlerweile über 160 Millionen Nutzer, die bereits 70 Milliarden Posts veröffentlicht haben. Dabei handelt es sich hauptsächlich um junge (mehr als die Hälfte sind jünger als 25 Jahre) und weibliche  Nutzer.

Da es bei Tumblr keine Zeichenbegrenzung gibt, sind die geteilten Inhalte, verglichen mit Twitter, meist gehaltvoller und aussagekräftiger. Außerdem bietet Tumblr eine große Auswahl an Optionen für multimediale Posts an. Beispielsweise ist die Erstellung von Audiodateien und Videos oder die Verwendung von Zitaten möglich. Allerdings machen über 92 Prozent der geteilten Inhalte weiterhin Foto- und Textbeiträge aus. Für Unternehmen ergibt sich trotz allem eine durchaus interessante Perspektive, insbesondere dann, wenn jüngere, weibliche Nutzer zur eigenen Zielgruppe gehören.

Takeshi Young, ein amerikanischer SEO-Experte, stellt auf dem Blog der Marketing-Spezialisten Moz einige Gründe dar, die deutlich machen, dass Tumblr im Bezug auf Social Media Marketing und SEO ein nicht zu verachtendes Werkzeug sein kann. Die größte Leistung von Tumblr steckt in der Reblogging-Funktion, also dem Teilen der Inhalte anderer Nutzer mit den eigenen Lesern. Dadurch lassen sich virale Inhalte schnell und weit in der Community verbreiten.

Diese Funktion beinhaltet außerdem sogenannte dofollow-Links, die den Nutzer wieder zurück auf die originale Seite verweisen. Teilen also hundert Nutzer einen Beitrag, entstehen hundert dofollow-Links zum eigenen Tumblr-Blog. Zusätzlich kann der eigentliche Beitrag natürlich auch einen Link enthalten. Des Weiteren wird die Hashtag-Funktion weitaus aktiver genutzt als beispielsweise bei Facebook. So können selbst ohne eigene Follower die Inhalte schnell von anderen Nutzern entdeckt und geteilt werden. Eine bestätigte Freundschaft ist bei Tumblr also nicht nötig.

Tumblr wird gerne als Testballon für Blogging-Konzepte verwendet. Die Community des Blogger-Dienstes ist nämlich, eher als die Nutzer anderer sozialer Netzwerke, bereit, über schlechte Inhalte hinwegzusehen. So können Variationen verschiedenster Inhalte getestet werden, um anschließend nur die erfolgreichsten davon auf anderen sozialen Plattformen weiter zu verwenden.

Zwei Marken, die Tumblr bereits als Marketing-Tool nutzen – und das wirklich geschickt und sehenswert – sind Coca Cola und der Sportschuhhersteller Vans.

Tumblr Blog von Coca Cola.
Screenshot des Tumblr-Blogs von Coca Cola.

Eine klare Empfehlung, Tumblr in die Social Media Strategie einzubinden, kann an dieser Stelle jedoch noch nicht ausgesprochen werden. Dazu gibt es hierzulande noch zu wenige aktive Nutzer. Nichtsdestotrotz ist die Infrastruktur von Tumblr höchstinteressant und es wird viel Raum für kreative Ideen geboten.

Das stetige Wachstum der User- und Blogzahlen lässt außerdem vermuten, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis Tumblr endgültig in der Social-Media-Welt akzeptiert wird. Unternehmen sollten Tumblr also aus Sicht des Social Media Marketings nicht aus den Augen verlieren, insbesondere nicht, wenn sich die eigene Zielgruppe dort gerne aufhält.

 

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