Recap: UX Camp West in Düsseldorf

Am vergangenen Wochenende hat das erste UX Camp West in Düsseldorf stattgefunden. Das Barcamp, organisiert von der Lean UX DUS und der UX CGN fand in den tollen Räumlichkeiten von sipgate statt und motivierte etwa 60-70 UX’er zum Mitmachen. Weil wir uns bei Webmatch sehr viel mit UX beschäftigen, waren wir an beiden Tagen zu zweit vor Ort (Felix als Leiter unserer Kreation und ich als Vertreter unserer Entwicklung).

Was bedeutet eigentlich UX? UX steht für User Experience, also das Nutzungserlebnis bei der Interaktion mit einer Anwendung. Es beschreibt alle Aspekte der Erfahrung, die ein Nutzer mit einer Anwendung macht. Wann, wo, wie und warum wir ein Produkt nutzen bzw. wie wir im Optimalfall mit einer Anwendung interagieren. Bei der Konzeption und Gestaltung einer Website oder eines Onlineshops spielt UX eine sehr große Rolle.

Und was ist überhaupt ein BarCamp? Ein Barcamp ist eine Veranstaltung bei der in offenen Workshops meist Themen rund um Computer, Internet und Web 2.0 diskutiert werden. Während auf klassischen Konferenzen Referenten gebucht werden, gibt es bei Barcamps nur Teilnehmer. Gemeinsam stellen alle Teilnehmer morgens ein Programm auf und gestalten es im Verlauf der Workshops.

Die angebotenen Sessions boten eine große Fülle an spannenden Themen. Hier mal ein paar Insights, aus den Sessions, die wir uns angeschaut haben.

Session 1: „Wie gut muss ein MVP sein?“

Diese Frage stellt sich Nora Grazzini, die gerade dabei ist, ein eigenes spannendes Produkt zu entwickeln. Hier waren natürlich lauter UX’ler und UX-Aficionados, die mit den gleichen oder identischen Themen zu tun haben. Und auch ich frage mich natürlich oft: Wie gut muss ein MVP bzw. ein Prototyp eines Web-Projekts sein? Was muss es beinhalten und was muss es können? Wichtig ist das Herzstück, die Kernfunktion muss tadellos funktionieren.

Session 2: „Data Driven UX oder Malen nach Zahlen“

Nach einer wohltuenden Mittagspause ging es auf in die nächste Session. Daniel Miebach leitete in das Thema Big Data und User Experience ein und berichtete von eigenen Erfahrungen. Es war eine sehr spannende Diskussion darüber, inwiefern Research und / oder Analytics die UX-Prozesse beeinflussen.

Session 3: „Einfach einfach schreiben – Bessere Texte in fünf Schritten“

Einfach schreiben ist doch nicht immer ganz so einfach. Das merke ich auch jetzt gerade wieder und versuche mich dabei auf das zu konzentrieren, was Maria Horschig in ihrer Präsentation zu dem Thema Schreiben zu sagen hatte: „Kurze Sätze! Eine Botschaft pro Satz.“ Ich versuche mein Bestes, Maria! 😉

Session 4: „Product Thinking“

Bevor es am Abend dann noch auf die wohlverdiente After-Party ging, musste ich unbedingt noch in den Vortrag und die Diskussion von Markus Brendel zu diesem Thema. Ist „Product Thinking“ wirklich the next big thing in UX Design?

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Quelle: medium.com

Auch wenn das Schaubild dazu doch recht interessant ist, so kennen wir die einzelnen Bausteine aus Modellen (wenn wir diese so nennen möchten) wie beispielsweise Design Thinking. Mein Fazit zu dieser Session: Ich muss es ausprobieren, adaptieren und schauen, wie man aus der Methode das Bestmögliche für den Erfolg unserer Projekte ziehen kann.

Session 5: „UX Education“

Am zweiten Tag wollte ich mich auch noch mit einem Thema für eine Session einbringen, welches mich schon seit einiger Zeit beschäftigt: Was müssen zukünftige UX’ler überhaupt lernen und für den Job mitbringen? Mal ganz davon abgesehen, dass wir uns auch nach der Veranstaltung immer noch ein wenig schwer mit der Definition eines UX’lers tun. Spontan habe ich die Session zusammen mit Clive K. Lavery gehalten, da auch ihm dieses Thema schon lange unter den Nägeln brennt.

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Kay’s Blick ins Publikum.

Der SM-Raum (steht für Scrum Master!) füllte sich doch sehr rasch. Clive und ich präsentierten als Intro erst einmal, wie wir zu dem Thema kamen, welche Erfahrungen wir mit jungen Menschen machen und anschließend diskutierten wir gemeinsam mit den Teilnehmern unterschiedliche Ansätze der Lehre und das derzeitig bekannte Lernangebot. Auch wenn es in Deutschland mit der KISD hier in Köln einen guten Standort gibt, so sind wir uns doch alle einig: Wir haben Nachholbedarf. Wie auch immer dieser aussehen mag, wir müssen etwas tun.

EF aka Experienced Fazit

Felix und ich hatten ein sehr inspirierendes Wochenende und tragen nicht nur UX-Shirts mit zurück in unser Webmatch-Team.

Danke noch einmal an die Teams der Lean UX DUS und UX CGN für die Veranstaltung und danke an die sipgate kitchen für jeden einzelnen Gaumenschmaus.

Wer einen genauen Einblick in die mehr als 40 Sessions haben möchte, sie sind nahezu alle auf Lanyrd dokumentiert. Oder auf Twitter einfach mal nach dem Hashtag #uxcw suchen.

Foto Header von Alexander Dodig.

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