Recap: Campixx-Week 2015 (von Neuromarketing bis Kreativität)

Wirklich schön, dieser Müggelsee in Berlin. Das dort befindliche Kongresshotel war der Austragungsort der diesjährigen Campixx-Week. Die Campixx-Week erstreckt sich stets über sieben Tage, an jedem Tag steht ein anderes Leitthema im Scheinwerferlicht. Suchmaschinen-Spezialisten im gesamten DACH-Raum kennen das Kongresshotel am Müggelsee bereits durch die jährlich stattfindende SEO-Campixx – eine absolute Pflichtveranstaltung für alle SEOs. Der historische Kern dieser Event-Initiative lässt sich auch nicht verstecken, denn der größte Teil der Teilnehmer stammt aus dem SEO-Umfeld.

Campixx 2015 - Müggelsee

Das Format der Campixx-Week selbst ist neu. Veranstaltet wird die Campixx-Week von Marco Janck, dem Chef der Berliner SEO-Agentur SUMAGO, der mit viel Mühe und vor allem einer berlinisch-charismatischen Truppe eine wirklich beeindruckende Veranstaltung auf die Beine gestellt hat. Eines der vielen praktischen Details, über die sich die Veranstalter im Vorfeld ihre Gedanken gemacht haben: Jeder Teilnehmer bekam zu Beginn ein personalisiertes T-Shirt überreicht.

Auf dem Rücken waren der Name, Spitzname/Twittername (zu Twitter kommen wir später noch) und die Firma aufgedruckt. So hat man sehr schnell einen Überblick bekommen, wer vor Ort war. Allgemein kam man mit den anderen Teilnehmern sehr schnell ins Gespräch.

Neuromarketing Day – Emotionen im Fokus

Begonnen hat die Campixx-Week mit dem ersten Tagesthema „Neuromarketing“, einer für das Online-Marketing höchst spannenden Thematik. Hier gab es eine Vielzahl bemerkenswerter Vorträge. Insbesondere am Vormittag war die Vortragsqualität wirklich überzeugend. Schade, dass die Sessions von Nils Kattau („Behaviour Patterns – 10 Modelle für mehr Conversions“) und Anthony-James Owen („Warum Kunden kaufen“) parallel liefen.

Ich habe mich für den interessanten Vortrag des Conversionlift-Chefs Nils Kattau entschieden. Insgesamt war das Themenangebot am ersten Tag sehr vielseitig. Weitere Highlights am ersten Tag waren die Session von Dr. André Weinreich zum Thema „Wie Emotionen unser Verhalten beeinflussen“ und die Session von Benny Briesemeister. Darin behandelte er die Frage, ob Angst ein guter Verkäufer sei.

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Media Day – Technik im Videomarketing

Vom zweiten Tag („Media-Day“) kann ich nicht persönlich berichten, da ich den Tag für einige Termine und die Nachbereitung von Tag 1 verwendet habe. Aus den persönlichen Berichterstattungen war allerdings zu erfahren, dass der Media-Day zwar ordentlich, aber inhaltlich wohl nicht das Wochen-Highlight war. Hier ging es vorrangig um Technik und Techniken im Rahmen des Videomarketings.

Ein Highlight hätte der Tag aber doch für mich zu bieten gehabt. Gegen Abend stieß „Wer wird Millionär“-Kandidat, Kiosk-Betreiber und YouTuber Aaron Troschke zur Campixx-Runde. Wer seinen unterhaltsamen YouTube-Channel noch nicht kennt, dem kann ich diesen an dieser Stelle durchaus empfehlen. Zur Vorwarnung: Er hat ein bisschen etwas von Kindergeburtstag, Klassenfahrt und Jackass. Es hätte mich in jedem Fall sehr gefreut, Aaron auch mal persönlich kennenzulernen, aber leider stand er nicht auf der Agenda (@Marco: wieso eigentlich?).

Creativity Day – Rund um die Kreativität

Am dritten Tag („Creativity Day“) drehte sich alles – oh Wunder – um die Kreativität. Die Keynote hielt Christoph Burkhardt, der mit sehr interessantem Wissen den Tag einleitete und anschaulich analysierte, „[w]oher gute Ideen kommen und wohin sie gehen“. Anschließend teilten sich wieder die Slots.

Ich entschied mich in der zweiten Session für den Workshop von Maja Mommert, einer erfahrenen Kreativitätstrainerin und Improvisationsschauspielerin. Keine Spur von „lean back“, Maja hat uns körperlich und geistig voll in die Session involviert. Eine schöne Erfahrung, deren Inhalte ich sicher auch mal in unserem Arbeitsalltag in Köln einsetzen werde.

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Social Media, Hashtags und WLAN

Ach, noch etwas zu Twitter und Social Media: Als begeisterter Barcamp-Besucher kennt man es, dass viele Inhalte zeitgleich zur Veranstaltung online diskutiert werden. Manchmal sind die Online-Diskussionen sogar spannender und unterhaltsamer als der eigentliche Vortrag selbst. In Berlin tickt man hier scheinbar anders. Wer in den ersten Tagen auf Twitter mal nach den Hashtags #campixx oder #campixxweek gesucht hat, dem ist schnell aufgefallen, dass hier kaum etwas gepostet wurde.

Meiner Meinung nach hat das zwei primäre Ursachen: 1. Es gibt kein offenes WLAN und nur einen sehr eingeschränkten Datennetz-Empfang im Hotel. Das sorgt natürlich für wenig Online-Aktivität. 2. Leider haben es die Veranstalter versäumt, ein zentrales Hashtag für die Online-Diskussion vorzugeben bzw. vorzuschlagen. Ein zentraler Hashtag hätte sicherlich einige Leute animiert, mehr zu twittern und für mehr Aufmerksamkeit im Zwitscher-Netzwerk zu sorgen (Stichwort: Social Media Marketing).

Fazit

Tag #1 und #3 der Campixx-Week haben mir gut gefallen. Manche meiner Erwartungen konnten nicht ganz erfüllt werden, da viele Themengebiete nur für Einsteiger behandelt wurden, Andere Erwartungen deutlich übertroffen. So richtig ins Detail ging es dann am Wochenende, als die SEO-Campixx startete. Die Wochentage davor kann man eher als thematisches Warmup bezeichnen. Am Wochenende übernahmen dann meine Kollegen von rankingCHECK das Campixx-2015-Staffelholz.

Campixx-Week 2015

In der Summe hat mir die Campixx 2015 also sehr zugesagt. Zu verbessern gibt es natürlich immer etwas. Mein Hauptwunsch für das nächste Jahr ist ein offenes WLAN. Zudem plädiere ich für etwas kürzere Pausen (20 Minuten), sodass ein zusätzlicher Slot pro Tag untergebracht werden kann. Ich kann verstehen, dass die Pausen für’s Networking genutzt werden sollen, aber bei 20 Minuten wäre dafür immer noch genug Luft. Was ich mir ebenfalls wünsche, ist ein detaillierteres Programm mit mehr Informationen über die Speaker. Hätte man mehr über den Vortragenden gewusst, wäre die eine oder andere Session-Entscheidung deutlich leichter gefallen.

An dieser Stelle nochmal vielen Dank an Marco Janck und sein Team für eine informationsreiche und unterhaltsame Campixx-Week 2015!

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3 Kommentare

  1. Marco Janck sagt:

    Hallöchen

    Danke für deinen Recap. Ich lese also, dass es dir gefallen hat ? 😉 Nee 😉 Will mal kurz auf deine Fragen antworten. Also Aaron war was? Die Frage habe ich nicht ganz verstanden. Was meinst du mit “ Warum er nicht auf der Agenda stand?“. Das er nicht einen Slot im regulären Programm hatte ? Wenn das deine Frage ist, dann ist die Antwort ganz einfach. Wir wollten den Teilnehmern der gesamten Week etwas Besonders zukommen lassen. Als Dankeschön.
    Zu den beiden anderen Fragen:

    Für ein offenes WLAN ist einfach nicht genug Bandbreite vorhanden. Eine Installation würde wahnsinnig viel Geld kosten. Dafür den Preis anzuheben würde ich als falsch ansehen. Ein WLAN ist ja grundsätzlich vorhanden. Wenn Deutschland WLAN freundlicher wird für offene Netze, dann sind wir dabei. Grundsätzlich. Gab es Internet-Zugang. Per Handy oder per LAN. Und ganz ehrlich? Ich finde es fantastisch, dass die Teilnehmer fast alle glücklich sind auch ohne offenes WLAN. Kommunikation geht auch von Face to Face. Ich sehe es seit Jahren also eher als USP.

    Die Pausenlänge geht auch in diese Richtung. Ausreichend Kommunikationsmöglichkeit zu bieten ist Kern des Events. Ich finde 30 Minuten also entgegen deiner Meinung ok.

    Sorry, wenn ich also manche Sachen anders sehe. Jetzt kommt das Schwierigste. Ich danke dir wirklich für deine Ansicht. Diese Antworten sehen immer gleich nach Verteidigung aus. Ich freue mich über konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge. Das hast du gemacht. Also DANKE, DANKE, DANKE. Ich sehe es nicht als stänkern. Keine Angst.

    Ich muss bloß immer meiner Ansicht gerecht werden und dem was ich als allgemeine Meinung erfasse.

    Lieben Gruß und gerne noch mehr per PM

    Marco

    • Daniel Doege sagt:

      Hallo Marco, danke für Dein Feedback! Das mit den Wünschen ist wie so oft im Leben: Es ist halt alles eine Sache der Blickrichtung und der Informationen. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass so ein freier Internetzugang am Rande der Berliner „Wildnis“ sehr kostenintensiv und wahrscheinlich damit in keinem Verhältnis steht. Ich bin auch dafür die Kosten im Rahmen zu halten. Passt! Aber ein offizielles Hashtag sollte man im nächsten Jahr trotzdem definieren/nennen, damit die Onlinekommunikation sich nicht so verläuft. Face to Face hin oder her. Meiner Meinung nach macht’s die Mischung.

      Und ja: Aaron hätte ich zu gerne persönlich kennengelernt. Aufgrund der Tatsache, dass er nicht im Programm stand, habe ich ihn leider verpasst. Was soll’s … ich werde es überleben (hoffe ich).

      Zum Thema Pausen und Slots: Ich hätte persönlich gerne noch mindestens einen Slot mehr pro Tag gehabt. Aufgrund der „langen Pausen“ war man beim letzten Slot mental noch so frisch, dass ich persönlich wohl auch noch bis 21.00 Uhr aufnahmefähig gewesen wäre. Der Vorschlag, die Pausen zu kürzen, war der Versuch eine konstruktive Lösung vorzuschlagen, wie man evtl. noch einen Slot mehr untergebracht hätte. Aufgrund der exklusiven Pooled Force Runden war für mich als Tagesteilnehmer (ich konnte leider nicht die ganze Woche) nach der letzten Session gegen 17.00 Uhr leider Schluss.

      Ach, aber ich will doch nicht meckern! Mir hat es großen Spaß gemacht und ich fand, dass Ihr fabulös gemacht habt. Es war alles so entspannt und dennoch professionell! Hut ab! Ich freue mich schon auf die Campixx-Week 2016!