Onlineshops

Onlineshops: Welche Absichten hat der Kunde

Ein kürzlich von comScore veröffentlichte Studie hat gezeigt, dass viele Onlinekäufe nicht zu Ende geführt werden, weil sich die Nutzer vor allem umschauen und informieren wollen. Das Thema Versand spielt in diesem Zusammenhang jedoch eine ebenfalls sehr große Rolle.

Bild © comScore

Die Besucher stöbern

Die Infografik zeigt, dass Nutzer vor allem dann ihren Kauf im Onlineshop abbrechen, weil von vornherein nicht die Absicht bestand, etwas zu kaufen. (57 Prozent). Außerdem speichern viele (56 Prozent) ihre gewünschten Artikel für einen späteren Kaufzeitpunkt vor.

Versandkosten und Versanddauer

Doch für nahezu genauso viele ist die Höhe der Versandkosten von ebenso großer Bedeutung: 55 Prozent der Befragten haben angegeben, dass zu hohe Versandkosten ihnen die Lust am Onlinekauf verderben. Für 51 Prozent ist ein bereits nicht-kostenfreier Versand ein Grund, den Kauf nicht abzuschließen. Zwei Fünftel der Befragten gaben zudem an, dass eine zu späte Nennung der Versandkosten einen Grund zum Kaufabbruch darstellt.

Nicht nur die Kosten, sondern auch die Dauer des Versands stellen eine Barriere dar. 38 Prozent der Nutzer brechen ihre Onlinekäufe ab, wenn sie erfahren, dass die Versanddauer acht Tage oder länger beträgt. Bei einer Versanddauer von sechs bis sieben Tagen werden 16 Prozent der Käufe abgebrochen und bei einem Versand von weniger als drei Tagen nur noch 8 Prozent. Knapp ein Viertel (24 Prozent) der Onlinekäufe wird nicht abgeschlossen, wenn die voraussichtliche Ankunftszeit der bestellten Ware nicht angegeben ist. Somit lässt sich folgern, dass bei einer kürzeren Versanddauer weniger Onlinekäufe abgebrochen werden.

Das wünschen sich die Onlinekäufer

Den Nutzern ist es beim Check-Out besonders wichtig, über die Versandkosten (73 Prozent) und -dauer (60 Prozent) aufgeklärt zu werden. Auch das Angebot unterschiedlicher Zahlungsmöglichkeiten wird von mehr als der Hälfte der Internetnutzer als sinnvoll angesehen (56 Prozent). Vorschläge für andere Produkte, die dem Nutzer gefallen könnten, sehen die Onlinekäufer als eher unwichtig an. Lediglich 32 Prozent wünschen sich solche Cross-Selling-Angebote.

Fazit

Um Nutzer vom eigenen Onlineshop zu überzeugen, ist es sinnvoll, in Bezug auf die Versandkosten und -dauer nicht nur Transparenz zu zeigen, sondern auch anzubieten, die Ware unter geringen Versandkosten in weniger als einer Woche zu liefern. Daneben gilt, sich von Kaufabbrüchen nicht zu sehr irritieren zu lassen, da viele Onlineshop-Besucher sich lediglich umschauen möchten. Um diese Kaufabbrecher zurückzugewinnen, können aber Maßnahmen wie Remarketing durchgeführt werden, bei dem bereits in die Newsletter-Mailingliste eingetragene Nutzer in einer E-Mail über ihren Warenkorb informiert werden. Dabei sollte selbstverständlich sensibel kommuniziert werden, damit dem Besucher der Spaß am Onlineshopping nicht verdorben wird.

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Ein Kommentar

  1. Micha sagt:

    Das mit den Versandkosten kann ich voll und ganz nachvollziehen und würde es als einen der wichtigsten Kaufentscheidungen im Online-Handel sehen. Eventuell zieht der Kunde da unterbewusst immer den Vergleich zum Shoppen vor Ort ala „wenn ich im Internet bestelle und keine Versandkosten zahlen muss, dann bin ich besser bedient – mit hohen Versandkosten sieht das wieder anders aus“.

    Auch ein Grund wieso Amazon so beliebt ist mit seiner Strategie alles über 20 Euro versandkostenfrei.