Internet

Meine Masterthesis über Best Ager bei Webmatch

Vier Monate meines Praktikums inklusive Masterthesis sind bereits rum. Wie schnell die Zeit doch vergeht… Zeit bei der es sich lohnt nochmal alles rekapitulieren zu lassen. Wie bin ich eigentlich zu Webmatch gekommen und wie läuft es denn mit der Thesis? Eines sei vorab gesagt, bei meiner Thesis beschäftige ich mich mit einer sehr spannenden, aber leider noch häufig vernachlässigten Zielgruppe – den Best Agern. Wer ist diese Zielgruppe und warum ist sie so interessant für die digitale Welt?

20130828_spass-bei-webmatch

Der Anfang vom Ende

Vor über zwei Jahren habe ich beschlossen meine Heimatstadt Pforzheim zu verlassen und Köln zu meiner neuen Wahlheimat zu küren, um meinen Master in BWL an der FH Köln zu machen. Aber warum eigentlich Köln? Dafür gab es mehrere Gründe: Klar, in erster Linie mein Masterstudium, aber auch das Kölsch, der Karneval, die kölsche Warmherzigkeit und natürlich gilt Köln als Medienstadt. Ich möchte in die Welt des Online-Marketings, Social Medias und in die des E-Commerces eintauchen und gleichzeitig berufliche Erfahrungen sammeln. Webmatch hatte zwar keine konkrete Stelle ausgeschrieben, aber mit dem Slogan „Bereit für eine neue Herausforderung?“ hab ich mich von der Homepage aufgefordert gefühlt mich zu bewerben. Und bereit dafür – Klar, das bin ich! Mit einer Menge Ideen im Gepäck und voller Motivation bin ich nun hier. Ich darf mich wohl auch ein bisschen geehrt fühle die Erste zu sein, die eine Masterthesis bei Webmatch schreibt. Kreativität trifft auf wissenschaftliches Arbeiten. Dass da nicht immer alles rund läuft ist wohl jedem klar J

Oft werde ich gefragt was eigentlich das Thema meiner Masterthesis sei. Meine Antwort ist dann immer kurz und knapp: Best Ager und Online-Shops. Die Reaktion kann man sich wahrscheinlich denken. Kritischer Blick und der Spruch: „Best Ager??? Wie du schreibst über alte Leute? Wissen die überhaupt was Internet bedeutet… Sehr spannend.“ Eines kann ich euch sagen: Spannend ist es wirklich! Ich lerne so viel über diese neue Zielgruppe. Wie sie tickt und was ihnen wichtig ist. Die Reaktion der Leute spiegelt aber genau das wieder, was ich in den letzten Monaten recherchiert habe: Das Altersbild in unserer Gesellschaft ist immer noch viel zu negativ.

„Best Ager, das sind ja alles alte Leute“

So sieht ein Großteil der Deutschen die Best Ager ab 50 Jahren. Eigentlich nicht verwunderlich, denn die Medien machen es ihnen schließlich vor: „90-jähriger Geisterfahrer verursacht Unfall“, „Deutschland auf dem Weg ins Greisenalter“, „Das Methusalem-Komplott“, „Deformierte Gesellschaft“, „Zeitbombe Bevölkerungsschwund“, „Aussterben der Deutschen“… ist das alles was die Zeitungen über Best Ager zu sagen haben? Ein ziemlich negatives Bild muss ich sagen! Dabei wissen viele gar nicht, dass es sich bei der Generation ab 50 um eine Zielgruppe handelt, die finanziell sehr gut abgesichert ist und mittlerweile über ein überdurchschnittlich hohes Einkommen verfügt. Das Nettoeinkommen eines 50-75 Jährigen liegt ca. 377 Euro über dem Durchschnitt. Bedenkt man, dass mittlerweile über 30 Prozent der deutschen Bevölkerung über 50 Jahre ist und prognostiziert wird, dass sich dies in 20 Jahren fast verdoppeln wird, frage ich mich doch warum sich immer noch so wenige Unternehmen auf diese konsumstarke Zielgruppe konzentrieren.
Masterthesis Best Ager

Best Ager entdecken nicht nur das Internet sondern auch das Online-Shopping

Wer glaubt, dass das Internet heutzutage ausschließlich ein Medium der Jugendlichen ist, der liegt eindeutig falsch! Mit über 98 % machen diese zwar immer noch den größten Teil aus, aber die Best Ager ziehen stark nach und hier steckt noch sehr viel Wachstumspotenzial drin. In erster Linie nutzen sie das Internet zur Informationssuche, aber auch das Online-Shopping gewinnt mit 22 % immer mehr an Bedeutung. Interessant ist auch, dass dreiviertel dieser Online-Shopper bisher nur positive Einkaufserlebnisse hatten. Wer negative Erfahrungen machte, gab als Grund den fehlenden Warenkontakt, Service und Unsicherheiten beim Zahlungsverkehr an. Ich möchte durch einige Interviews mit Best Agern herausfinden, welche weiteren Hindernisse sie beim Einkaufen im Internet sehen bzw. was ihnen denn überhaupt wichtig ist. Mit diesen Ergebnissen können wir Online-Shop-Betreibern helfen ihren Shop zu optimieren, um die konsumstarke Zielgruppe künftig noch besser anzusprechen und sie als Kunden zu gewinnen. Denn Markenaffiner als Best Ager ist keine Zielgruppe. Sind sie erst einmal von einer Marke überzeigt, werden sie diese immer und immer wieder kaufen. Egal ob im Online-Shop oder im Handel.
Internetnutzer je Altersgruppe in Deutschland

Fazit

Die Zielgruppe Best Ager wurde bisher viel zu wenig von Unternehmen berücksichtigt. Vielleicht liegt das aber auch an ihrer Vielfältigkeit und daran, dass viele Unternehmen gar nicht wissen wie sie diese ansprechen sollen. Die Gruppe der Best Ager ist nämlich so Vielfältig und bunt wie eine Tüte Smarties. Die Auswahl reicht von der konservativen Dame im Chanel Outfit bis zum rockenden Rentner, auf seiner Harley Davidson. Mit Hilfe der Masterthesis finden wir heraus wie die Zielgruppe tickt und wie Web-Shops angepasst werden müssen, um zukünftig noch mehr Käufer aus der älteren Bevölkerungsschicht zu gewinnen. Denn Best Ager haben alles, was sie aus Marketingsicht attraktiv macht: Zeit, Geld und Lust das Leben zu genießen und das noch für viele Jahre. In diesem Sinne: There is gold in grey!

Ach übrigens Fakten, Zahlen und Ergebnisse gibt es dann in einem bis zwei Monaten.

Facebook

Newsletter

Hinterlasse eine Antwort

3 Kommentare

  1. Simon Rabente sagt:

    Wir sind gespannt 🙂

  2. […] wird. Daher haben wir im Folgenden einige Daten, Zahlen und Fakten zur Social Media Nutzung der Generation 50 plus zusammen gestellt und das erste soziale Netzwerk für die Generation 50 plus genauer unter die Lupe […]