Kölner Internetagentur erwirbt Friesenplatz

Nach langwierigen und zähen Verhandlungen ist es der Kölner Internetagentur Webmatch schließlich gelungen die Konditionen für den Eigentümerwechsel auszuhandeln und den Kauf über die Bühne zu bringen. Der mysteriöse Herr M. sträubte sich eine Zeit lang gegen alle Angebote seitens Webmatch mit erschütternder Nichtbeantwortung. Die Gründe hierfür sind unklar. Scheinbar war Herr M. einfach überfordert angesichts der zig-millionen Straßen, die sich in seinem Besitz befanden. Mittlerweile hat er seinen Bestand an Straßen weitestgehend unters Volk gebracht.

Der Kölner Friesenplatz in Monopoly City Streets
Der Kölner Friesenplatz in Monopoly City Streets

Wovon ist hier eigentlich die Rede?

Die Rede ist natürlich von Monopoly City Streets. Das ambitionierte Projekt von Hasbro lässt den Spieler Eigentümer von Strassen überall auf der Welt werden – das nötige Spielgeld vorausgesetzt. Das gewinnt man über Miteinnahmen. Gebäude die man auf seine Strasse bauen erhöhen dabei die täglich fließenden Mieteinnahmen der Strasse. Dabei gilt es den meist recht knappen Platz der Strassen möglichst hochwertig zu bebauen, um das Maximum heraus zu holen.

Doch Vorsicht! Man kann von seinen Mitspieler manipuliert werden, indem sie einem Blockadegebäude auf die Strassen bauen. Solange die Strasse durch ein solches Gebäude geblockt ist erhält man keine Mieteinnahmen. Schützen kann man sich davor, wenn man ein Bonusgebäude auf seine Strasse stellt. Dadurch wird die Wirkung der Blockadegebäude aufgehoben. Diese Sondergebäude kann man aber nicht immer bauen. Lediglich, wenn man eine entsprechende Ereigniskarte bekommt ist das möglich. Auf dieser Karte steht dann z. B. „Schule bauen“ oder „Es gibt so viel Kriminalität, baue ein Gefängnis“ oder einfach nur „Abreißen“. Letzere Karte ermöglicht es einem, Blockadegebäude auf den eigenen oder Bonusgebäude auf den Strassen der Mitspieler abzureißen. Je nachdem wonach einem gerade ist. Ereigniskarten erhält man zufallsgesteuert bei den Aktionen kaufen, bauen, verkaufen oder abreißen.

Monopoly City Streets
Monopoly City Streets

Fazit

Schon nach seinen ersten Schritten im Spiel ist ganz schnell der Spaß vorerst vorbei. Nämlich dann, wenn man sein Startkapital von 3.000.000 Monopolydollarn auf den Putz gehauen hat. Jetzt kann man nur noch zusehen und auf den nächsten Tag warten. Schon nach wenigen Tagen sind nahezu alle Strassen in beliebten Gebieten vergriffen. Kaufen kann man sie meist nur noch mit Vitamin B oder, wenn der Eigentümer das leider vom System auf maximal das 1,5-fache des Strassenwertes limitierte Angebot annimmt. Das ist neben der Sabotage aber leider auch alles, was das Spiel an Interaktion zwischen den Mitspielern erlaubt. Hier hätte man dem Spiel noch sehr viel mehr Tiefe und einen stärkeren Communitycharakter geben können.

Es bleibt abzuwarten, ob Hasbro das Spiel noch erweitert, oder ob es nach einem gewissen Zeitraum (als Datum nennt Hasbro selber den Januar 2010) wieder offline geht, wenn das Spiel Monopoly City ausreichend promotet worden ist. Denn als Online-Promotion für das entsprechende Brettspiel war es ursprünglich gedacht.

PS: Der mysteriöse Herr M. ist übrigens Mr. Monopoly 😉

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4 Kommentare

  1. […] Streets im Webmatch-Blog geschrieben. Das neue Online-Spiel ist auf alle Fälle einen Blick wert. http://blog.webmatch.de/2009/09/30/kolner-internetagentur-erwirbt-friesenplatz/ tweetmeme_url = […]

  2. Tobias sagt:

    Klasse Analyse! „Hier hätte man dem Spiel noch sehr viel mehr Tiefe und einen stärkeren Communitycharakter geben können.“ – genau auf diesen Communitycharakter legt wyp.de als „Facebook für Plätze“ das Hauptaugenmerk. Der Friesenplatz könnte eventuell noch vorhanden sein 😉

  3. B. Bunse sagt:

    Aber so, wie ich das sehe, ist wyp.de kein Spiel, sondern in der Tat eher ein erweitertes Google Maps mit der Möglichkeit zur Selbstdarstellung.
    Ich denke, dass keins der beiden das Andere ersetzen kann.

  4. […] Webmatch: “Schon nach seinen ersten Schritten im Spiel ist ganz schnell der Spaß vorerst vorbei. […] hätte man dem Spiel noch sehr viel mehr Tiefe und einen stärkeren Communitycharakter geben können.” […]