Facebook: Parent-Child Struktur für Unternehmen mit mehreren Standorten

Unternehmen mit mehreren Standorten stehen oftmals vor einem Problem, die richtige Facebook Strategie zu finden. Soll sich das Unternehmen mit einer allgemeinen Facebook-Seite begnügen oder für jeden Standort eine eigene Facebook-Seite erstellen? Der zweite Fall führt meist direkt zur Frage, wie diese administriert werden sollen. Bei unter zehn Standorten ist dies fast noch manuell zu bewältigen. Aber im Fall von Supermarktketten oder Versicherungen mit vielen Maklerbüros stößt man schnell an die Grenzen des Machbaren. Für diesen Fall hat Facebook eine Parent-Child Seitenstruktur eingeführt, mit der man sehr einfach Filialen erstellen und verwalten kann. Leider ist dieses Feature nicht für alle Nutzer verfügbar, sondern muss bei Facebook beantragt werden. Dafür hilft es ungemein, einen direkten Ansprechpartner bei Facebook vorweisen zu können. In diesem Fall können wir Ihnen aber helfen.

Wie bereits der Name verrät, handelt es sich um eine hierarchisch angelegte Seitenstruktur, die sich aus einer Hauptseite (Parent) und mehreren Unterseiten (Child) zusammensetzt. Für die Administratoren ergeben sich somit die Vorteile einer vereinfachten und zentralisierten Administration der Unterseiten. Für Nutzer ist der Zusammenhang der Seiten direkt ersichtlich. Zudem können die Nutzer von der Hauptseite direkt alle Standorte einsehen und den Nächsten in der Nähe über eine Kartenansicht suchen. Dafür stellt Facebook eine eigene App kostenlos zur Verfügung, die in die Parent-Seite eingebunden wird. Auf den Child-Seiten wird jeweils im Headerbereich auf die Parent-Seite verwiesen.

Parent Child Struktur
Bild: Facebook Screenshot

Bisher setzen überwiegend größere Unternehmen mit mehreren Standorten, wie z.B. Douglas Deutschland oder die Supermarktkette Lidl, diese Seitenstruktur ein. Dies hat den Hintergrund, dass eine Umsetzung zur Zeit ausschließlich über einen direkten Kontakt zu Facebook möglich ist, der die Funktion für das jeweilige Unternehmen freischaltet. Jeder, der sich schon einmal an Facebook gewandt hat, weiß, dass es nicht so einfach ist, einen Facebook Ansprechpartner zu bekommen. Da die Funktion aber auch für kleine Unternehmen relevant sein kann und dies von Facebook grundsätzlich kostenlos bereitgestellt wird, ist man vorrangig von einem Ansprechpartner abhängig.

Bekommt man erst einmal das Go von Facebook, darf sofort losgelegt werden. Die Administratoren der Hauptseite (Parent) können nun die Standorte (Child) hinzufügen. Bei der Umsetzung können neue Facebook-Seiten erstellt oder bereits bestehende Facebook-Seiten eingepflegt werden. Die Administratoren der Hauptseite erhalten automatisch die Administrationsrechte der Unterseiten und können somit jederzeit ein Auge auf diese haben.

Wer wirklich viele Standorte anlegen möchte, kann dazu eine Excel-Vorlage verwenden, die bei Facebook hochgeladen werden kann und die Seiten im Bulk-Modus anlegt. Die Vorlage der Excel-Datei kann bei uns angefragt werden.

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Bild: Facebook Screenshot (Douglas Deutschland)

Ist die neue Struktur angelegt, wird ein neuer Tab „Standorte“ auf der Hauptseite angezeigt. Mit einem Klick wird der User auf eine Map-App weitergeleitet, in welcher alle Filialen des Unternehmens aufgezeigt werden. So gelangen die Nutzer durch die Suche (Ort oder Postleitzahl) oder einfaches Vergrößern der Karte zur Facebook-Seite des Unternehmensstandortes unmittelbar in ihrer Nähe.

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Bild: Facebook Screenshot (Douglas Deutschland)

Regional begeistern

Im Gegensatz zur übergreifenden Hauptseite hat man mit einer Facebook-Seite als Standort die Möglichkeit, den regionalen Bezug zu verstärken. Neben eigenen Besucherzahlen und „Gefällt mir“-Angaben lassen sich individuelle Öffnungszeiten und Adressen auf den Unterseiten veröffentlichen. Dabei entstehen interessante Chancen für die Fan-Kommunikation: Bewerbung regionaler Veranstaltungen, Aktionen, Kampagnen, Events, individuelle Rabatte, usw.

Unabhängig von der zentralen Hauptseite werden die greifbaren, potentiellen Fans im unmittelbaren Umkreis angesprochen und auf die Unternehmenskommunikation aufmerksam gemacht. Der regionale Bezug der Beiträge kann dabei hervorgehoben und die Inhalte konkret auf die jeweiligen Nutzer ausgerichtet werden. Die Hauptseite kann sich derweil auf überregionale Inhalte fokussieren.

Community Management

Letztendlich bietet eine Child-Seite die gleichen Funktionen wie eine normale Facebook-Seite. Ihr können z.B. auch eigene Administratoren, bzw. Redakteure zugeordnet werden, die dann nur diesen Standort verwalten dürfen.

Bei der Parent-Child-Struktur handelt es sich aber lediglich um eine administrative Funktion. Die veröffentlichten Inhalte der Hauptseite werden nicht automatisch auf den Unterseiten wiedergegeben. Obwohl Hauptseite und Unterseite in eindeutiger Verbindung zueinander stehen, wird jede Unterseite mit eigenen Inhalten bespielt. Soll Content global über alle Seiten hinweg veröffentlicht oder Nutzeranfragen zentral bearbeitet werden, gibt es aber auch hier Tools, die Abhilfe schaffen. Hierzu können wir mit ein paar Basisinfos individuelle Vorschläge und einen Workflow für Ihr Unternehmen erarbeiten.

Einheitlichkeit

Ein weiterer Vorteil neben der vereinfachten Administration ist das einheitliche Branding aller Seiten. Wird eine neue Unterseite (Child) eingepflegt, werden vorerst Profil- und Headerbilder, sowie Profilinfos von der Hauptseite übernommen. Auch die bereits bestehenden Unterseiten lassen sich durch die vereinfachte Verwaltung besser kontrollieren und die Umsetzung eines einheitliches Branding wesentlich erleichtern.

Unsere Empfehlung

Die Einführung der Parent-Child Struktur bietet für Unternehmen mit mehreren lokalen Standorten viele neue Chancen und Vorteile. Neben administrativen Funktionen und einem einheitlichen Auftreten für Unternehmen auf Facebook können sowohl Hauptseite als auch Unterseiten ihre Beiträge spezifizieren. Vor allem die Unterseiten haben neue Möglichkeiten, ein regionales Marketing zu betreiben und speziell auf ihre Fans einzugehen. Mit einer umfassenden und ausgeklügelten Facebook-Strategie ist die Umstellung für Unternehmen mit mehreren Standorten ein absolutes Muss. Einziger Knackpunkt: Nur wer direkten Kontakt zu Facebook hat, kann freigeschaltet werden und loslegen. Melden Sie sich dazu gerne bei uns.

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2 Kommentare

  1. Karsten sagt:

    Bei der Einrichtung erhalte ich folgenden Warnhinweis:
    „Wenn du Standorte für dein Unternehmen eingerichtet hast, kannst du auf deiner Hauptseite keine Adresse angeben. Migriere deine Adresse entweder zu einer neuen Standortseite oder entferne die Adresse von deinen Seiteneinstellungen.

    Bitte beachte: Wenn du deine Adresse zu einer neuen Standortseite umziehst, kannst du deine Besuche und Bewertungen zu dieser neuen Seite mitnehmen. Inhalte (Beiträge, Fotos, usw.) werden nicht umgezogen. Wenn du dich entscheidest, die Adresse von den Seiteneinstellungen zu entfernen, werden Besuche und Bewertungen nicht mehr angezeigt.“
    Muss ich für die bisherige Unternehmensseite (neue Hauptseite) auf alle bereits vorhandenen Kommentare und Bewertungen verzichten? Kann man die Einrichtung zunächst testen und bei „Nichtgefallen“ zurück?
    Danke für Info!