Facebook Canvas: Storytelling mit Fullscreen Landingpages

Im September 2015 auf den Markt gekommen und seit jeher eine Bereicherung für jedes Unternehmen: Facebooks Fullscreen Landingpages für mobile Endgeräte. Bis vor Kurzem war dieses Format noch beschränkt auf Facebook Ads. Mittlerweile können die Canvas Landingpages aber auch mit organischen Facebook-Beiträgen genutzt werden. Doch was sind Canvas überhaupt? Welche Möglichkeiten bieten sie und an welche Grenzen stoßen sie? Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit einfachen Schritten zum Ziel kommen.

Can-Was?

Canvas kann was! Das Tool zum Erstellen von Fullscreen Landingpages wird dieses Jahr zwar bereits zwei Jahre alt bietet aber nach wie vor enormes Potenzial für Unternehmen ihrer Zielgruppe die Marke und die Produkte näher zu bringen. Das Wort bedeutet übersetzt „Leinwand“ und das gemeinte Tool setzt genau diese in digitaler Weise um. Durch seine Kombination aus klassischer Facebook Anzeige oder organischem Beitrag und integrierter Landingpage wird eine Erlebniswelt rund um Produkt und Marke aufgebaut, die zu einem Vollbilderlebnis für Nutzer führt. Durch Mausklick auf die Anzeige werden die Nutzer auf die in Facebook integrierte Landingpage geleitet, die Raum für Texte, Bilder, Videos, Slideshows und mehr bietet. Dadurch erlebt der Nutzer wortwörtlich die Marke, bekommt tieferen Einblicke in die Produktwelt und kann sich dafür regelrecht begeistern. Durch das Einbauen von Buttons und Links ist es möglich auf externe Inhalte, wie z.B. einen Shop oder eine Website zu verlinken. Hierdurch kann der Nutzer mit nur wenigen Mausklicks das Produkt erwerben oder auf der Unternehmensseite weitere Informationen erlangen. Der Aufwand für den Nutzer wird dementsprechend so gering wie möglich gehalten. Die Landingpage wird durch die Integration in Facebook extrem schnell geladen. So können Sie Storytelling für sich und Ihre Produkte nutzen und den Nutzer zu Ihrer Website leiten. Und das Schöne daran: Canvas erstellen dauert grade mal ein paar Minuten und kostet keine extra Gebühren. Wie genau man ein Canvas mit nur wenigen Klicks erstellt zeigen wir Ihnen im nächsten Schritt.

How-to

Wer noch nie zuvor ein Canvas erstellt hat, wird nicht lange brauchen um dessen Möglichkeiten voll auszuschöpfen. Das Tool bietet die Möglichkeit ein leeres, individuell zusammengestelltes Canvas zu erstellen oder aus einer der vorhandenen Layouts zu wählen. Unser Howto-Tutorial zeigt euch, wie Sie schnell ein hochwertiges Canvas erstellen können.

 

Möglichkeiten

…hat das Canvas viele. Mittels verschiedener Elemente kann ein eigenes Layout mittels „Baukasten“ für ein Canvas im gewissen Rahmen frei bestückt werden. Die vorgegebenen Canvas Layouts hingegen stehen unter drei verschiedenen Zielen. So gibt es je ein Layout für die Ziele “Kundengewinnung”, “Unternehmenspräsentation” und “Umsatzsteigerung”, die dahingehend optimiert sind. Facebook schlägt während des Erstellvorgangs das optimale Format für die einzelnen Elemente wie Videos oder Bilder vor, sodass man stets gut beraten ist. Auch die Kapazitäten bieten viel Spielraum. So kann im Header ein Logo hinterlegt, bis zu 20 Fotos hochgeladen oder Videos mit einer Gesamtlänge von bis zu 2 Minuten in das Canvas integriert werden. Die Farbe der Buttons ist, wie auch der Hintergrund, anpassbar und sollte nicht länger als 30 Zeichen sein. Textblöcke können bis zu 500 Zeichen annehmen, sollten im gesamten Canvas aber 1000 Zeichen nicht überschreiten. Im Bilderkarusell können bis zu 10 Bilder hinzugefügt werden, in denen eine Verlinkung eingebaut werden kann. Durch die Weiterleitung zu Shops und externen Websites stellt Canvas eine Facebook-interne Landingpage für externe Landingpages dar. Der hohe Mehrwert liegt darin, dass diese in Facebook selbst erstellt werden können, optimiert sind und die Ladezeit sehr gering ist. Durch die Integration in Facebook werden Absprünge auf Grund hoher Ladezeiten und dem Wechsel zu einer anderen Website reduziert. Es bietet Raum für detaillierte Produktinformationen und Storytelling auf der sozialen Plattform. Zudem kann es für Produkte und Marken, aber auch für jegliche Zwecke, in denen Storytelling zum Einsatz kommt, genutzt werden. Wo liegen da die Grenzen?

Grenzen

Natürlich ist das Kapazitätsvolumen eines solchen Canvas wie oben genannt begrenzt. Eine wirkliche Einschränkung jedoch ist eher, dass man fertiggestellte Canvas nicht mehr nachträglich bearbeiten kann. Einmal gepostet müsste man es duplizieren, bearbeiten, posten und die alte Version löschen. Umständlich. Zudem wird ein Teil der ersten Zeile des ersten Textblocks in der Linkvorschau des Beitrags bzw. der Anzeige ausgegeben. Deshalb muss man aufpassen, welcher Teil das ist und ob dieser sinngemäß ist. Zu empfehlen ist daher, eine Überschrift in den ersten Textblock einzufügen.

Die Reichweite ist auf die mobile Nutzung beschränkt. So tauchen Canvas im Newsfeed der Nutzer über den Desktop-Browser gar nicht auf. Weder die Anzeige wird angezeigt, noch die erstellten Canvas Landingpage dahinter. Lediglich auf dem Mobiltelefon entfalten Canvas ihre Wirkung.

Auch was die volle Bandbreite von Funktionen betrifft, ist man Einschränkungen unterlegen. Über die von Facebook bereitgestellten Elemente können keine weiteren individuellen Funktionen hinzugefügt werden. Auch das Einbinden von Tracking-Codes wie Google Analytics ist nicht möglich. All diese Möglichkeiten sind jedoch mit einer selber entwickelten Landingpages auf der eigenen Webpräsenz machbar.

Trotz der Begrenzung auf mobile Endgeräte lohnt es sich die Möglichkeiten von Canvas zu nutzen. Die Fullscreen-Anzeigen mit ihren Komponenten schaffen ein Nutzererlebnis und sprechen die Nutzer durch Storytelling und höherer Dynamik der Bildelemente deutlich mehr an als klassische Anzeigen. Der Trend zeigt, dass das Surfen mit dem Smartphone immer weiter zu nimmt und zu lange Ladezeiten zu Absprüngen führen. Besonders die junge Zielgruppe ist mobil unterwegs und auf diesem Wege überdurchschnittlich gut zu erreichen.

 

 

 

Bildquelle: Rocky89 (istockphoto.com)

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