Tipps gegen Hackerattacken

Hygiene im Web – Fünf Tipps für eine saubere Homepage

Nicht nur regelmäßiges Duschen ist im Leben wichtig, empfehlenswert ist auch gute Hygiene im Web. Denn: Da kann es genauso schmutzig zugehen! Glauben Sie nicht? Wir haben für Sie die Gefahren von Sicherheitslücken aufgedeckt und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass ein ungeduschter Tag im echten Leben verglichen mit den Risiken im Web noch die harmlose Alternative darstellt.

Der Teufel lauert im Detail

Alte Seiten mit einer in die Jahre gekommenen Content-Management-Version gibt es viele im Netz. Gehandelt wird oft nicht. Die Seiten erwecken schließlich äußerlich noch den Anschein, dass alles in bester Ordnung sei. Doch sind erst einmal sensible Kundendaten abgefangen oder wurden Administratorenkennwörter geknackt, kann es schnell richtig teuer werden! Dabei hätte in solchen Fällen häufig ein einfaches kostenfreies Update geholfen, um Sicherheitslücken rechtzeitig zu schließen. So wie ein Löwe gerne geschwächte Tiere reißt, haben es Angreifer meist auch nur auf veraltete Systeme abgesehen.

Auch namhafte Markenseiten sind Ziel von Angriffen

Inzwischen handelt es sich immer seltener um gezielte Hackerangriffe und immer öfter um Bots, die das Web automatisch nach Beute durchforsten. Sie nutzen die Reichweite anderer Homepages, um ein Schneeballsystem aus Links zu unseriösen Seiten zu verbreiten oder Kundendaten zu stehlen. Besonders beliebt bei den Langfingern sind Newsletter-Datenbanken großer Firmen. Sollten Dritte in den Besitz dieser Daten gelangen, kann es zu äußerst unangenehmen Auswirkungen und folglich zu Rechtsstreitigkeiten kommen.

Und auch Großkonzerne bleiben nicht verschont: In einer Erhebung der Telekom im Jahr 2015 gaben rund 90% der deutschen Unternehmen an, bereits Opfer von Hackerangriffen geworden zu sein. Bei einer Umfrage im Jahr 2013 waren es lediglich knapp zwei Drittel der Befragten.

Unüberblickbarer Aufwand durch Hackerattacken

Denkt man eines dieser Szenarien einmal zu Ende, machen sich Anbieter, die es mit der Sicherheit ihrer Seite nicht so genau halten, nicht nur juristisch angreifbar, sie verspielen auch die Reputation bei ihren Kunden und sorgen mit ihrer Fahrlässigkeit für schlechte PR. Hinzu kommt noch der unüberblickbare Aufwand, den Schaden wieder zu richten.

Das alles setzt natürlich voraus, dass man die Attacke überhaupt bemerkt hat. Subtile Angriffsformen fallen im schlimmsten Fall niemandem auf.

Auch Ihre SEO-Strategie sollte sich gewaschen haben

Die Pflege im Web beschränkt sich nicht nur auf den Schutz vor Internetkriminalität. Veraltet sind häufig auch suchmaschinenrelevante Informationen. Die Inhalte stimmen, aber es geht nicht vorwärts bei Google? Dann könnte das daran liegen, dass Suchmaschinennutzer mit der Zeit schlichtweg nach anderen Keywords suchen. Hier sollte man mit aktuellen Strategien gegensteuern. Wenden Sie sich an eine SEO-spezialisierte Agentur oder an eine versierte Digitalagentur, damit Ihre Inhalte besser von den Nutzern gefunden werden.

Die Pflege von Websites wird oft vernachlässigt, doch ist sie verglichen mit der Webentwicklung kaum kostenintensiv und vieles ist bereits mit einfachen Updates getan. Von Zeit zu Zeit ist es zudem ratsam, dass ein externer Mitarbeiter die Website auf bisher unentdeckte Schwachstellen untersucht. Sie können dem Tester Aufgaben im Umgang mit Ihrer Website auftragen, die er in einer bestimmten Zeit zu erledigen hat. Auch Webmatch bietet einen solchen Check-up-Service an.


Einige Tipps, wie man sich im Netz sauber hält:

  • Halten Sie auch bei alten Artikeln die ausgehenden Links aktuell. Wenn externe Links, wie eingebundene YouTube-Videos nicht mehr abrufbar sind, frustriert das die Nutzer.
  • Nutzen Sie das Backend, also den Administratorenbereich Ihrer Website, nur mit einem sauberen Rechner, der keine Keylogger oder andere Schadsoftware beherbergen könnte.
  • Ist der rechtliche Rahmen Ihrer Homepage in Ordnung? Ist das Impressum noch abmahnsicher und aktuell?
  • Richten Sie sich Reminder ein, um Ihre Website regelmäßig auf die verschiedenen technischen, inhaltlichen und juristischen Details zu prüfen.
  • Und ganz wichtig: Sparen Sie nicht an der falschen Stelle und sorgen Sie dafür, dass Ihre Seite technisch jederzeit auf dem neusten Stand gehalten wird.

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