Onlineshops

Die Chancen des Mobile-Commerce

Vergangene Woche haben wir bereits darüber berichtet, dass einer aktuellen Studie des BDVW nach von einem stärkeren Wachstum des Mobile-Commerce auszugehen ist. Während diese Studie den Stellenwert des mobilen Onlinehandels für das laufende Jahr prognostiziert, hat eine im Mai dieses Jahres durchgeführte Studie zum Kaufverhalten von Smartphone-Besitzern gezeigt, dass derzeit tatsächlich jede vierte mobile Suche dazu führt, dass ein Smartphone-Nutzer ein Produkt erwirbt.

Bild ©  Pat2001, Flickr

In der Studie wurde das Verhalten von ca. 2000 Smartphone-Besitzern in Frankreich, Deutschland, Schweden und Großbritannien untersucht. Dabei hat sich ergeben, dass sich 71% der Befragten, bevor sie ein Produkt erwerben, über ihr Smartphone mobil informieren. Knapp die Hälfte (53%) kaufen das gesuchte Produkt unmittelbar mit ihrem Smartphone. Die maximalen Ausgaben betragen dabei durchschnittlich 140€.

Die meisten Nutzer verwenden ihre Smartphones, um Produktinformationen heranzuziehen (45%) oder Preise zu vergleichen (38%). Wenn die Smartphone-Besitzer die nötigen Information erhalten und Preise verglichen haben, kaufen sie das gewünschte Produkt mehrheitlich im Geschäft (31%). Die Anzahl derer, die das Produkt unmittelbar über ihr Mobiltelefon erwerben, liegt jedoch nicht unweit davon entfernt (25%). Lediglich 13% der Befragten brechen den Such- bzw. Kaufvorgang ab.

Allgemein sind die Ziele des Smartphone-Gebrauchs in einem Geschäft selbst sehr heterogen. So vergleichen dort 42% der Nutzer Preise mittels ihres Smartphones. 31% dieser suchen nach Erfahrungsberichten und 52% scannen QR- bzw. Barcodes.

Die Studie hat ebenfalls untersucht, in welchen Bereichen des M-Commerce es noch Optimierungsbedarf gibt. Dabei haben 40% der Smartphone-Besitzer angegeben, dass sie sich noch mehr Möglichkeiten zum Scannen von QR- und Barcodes wünschen. 36% sind an Location-based Services und 35% an Gutscheinen interessiert. Allgemein wünschen sich die Smartphone-Nutzer mehr Möglichkeiten, unmittelbar mit dem Smartphone bezahlen zu können. Daneben wären Smartphone-Besitzer kauffreudiger, wenn der M-Commerce sicherer wäre (20%) und sie ihre Handynummer nicht preisgeben müssten (29%). Der Datenschutz muss folglich vermehrt gefördert und die Privatsphäre stärker geschützt werden, um die Smartphone-Nutzer mehr für den mobilen Onlinehandel begeistern zu können. Zudem gilt es ebenfalls, die Websites für Mobile -Commerce zu optimieren. Schließlich haben 36% der Befragten angegeben, dass Websites, die nicht an das mobile Endgerät angepasst sind, frustrierend seien. In diesem Zusammenhang wären 26% der Smartphone-Besitzer geneigter, öfter mobil zu shoppen, wenn die Websites mit dem Smartphone besser bedient werden könnten.

Die Studie hat gezeigt, dass Smartphones und die Möglichkeiten des Mobile-Commerce das Kaufverhalten der Konsumenten beeinflussen. Gerade aufgrund dieser Tendenz gilt es für Anbieter, die eigenen Mobile-Commerce-Angebote zu verbessern und an die Bedürfnisse der Smartphone-Nutzer anzupassen. Wie das Paper Mobile Commerce Success Factors for the Various Business Models von Ismail M. Romi zeigt, ist das jedoch nicht so einfach. Aufgrund der Tatsache, dass mehr als 40% der Weltbevölkerung im Besitz eines Smartphones ist, stehen Anbieter vermehrt unter Druck, optimale mobile Onlineshops zu entwickeln, die für den Nutzer einen Mehrwert bedeuten. In diesem Zusammenhang werden unterschiedliche Erfolgsfaktoren genannt. Zu diesen zählen unter anderem, dass der mobile Onlineshop gegenüber dem konventionellen einen größeren Wert und Nutzen haben muss. Weiter muss sich dieser von bereits bestehenden Shops unterscheiden. Eine leichte Bedienbarkeit sowie ein Spaßfaktor müssen ebenso gegeben sein. Dabei sollte der Shop weiter die Normen einer Gesellschaft widerspiegeln.

Eine genaue Anleitung, wie ein mobiler Onlineshop erfolgreich sein kann, gibt es jedoch nicht. Es ist jedoch in jedem Fall ratsam, dem technischen Stand zu folgen und die Chancen des M-Commerce zu nutzen.

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