Deutsche User stehen nicht auf Paid-Content

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat in einer Studie interessante Zahlen zur Bereitschaft von Paid-Content (kostenpflichtigen Webinhalten) bei deutschen Usern veröffentlicht. Demnach sind gerade mal 9% der deutschen user bereit für Inhalte im Internet zu zahlen. Viel mehr noch akzeptieren nur 53% der deutschen User kostenlose mit Werbefinanzierung. 47% der User wünschen, trotz kostenloser Inhalte, mit keinerlei Werbung konfrontiert zu werden.

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Damit liegen wir im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn (im Mittel 13% Zahlungsbereitschaft) deutlich zurück. In Schweden liegt vergleichsweise die Zahlungsbereitschaft bei ganzen 23%.

Diese für die Medienmacher sehr herausfordernde Grundeinstellung, versuchen die hiesigen Verlage (z.B. Springer & DuMont) durch neue Businessmodelle zu bearbeiten. Im Gespräch bzw. bereits angekündigt wurden First-Click-Free-Angebote oder zahlungspflichtige Applikationen für das iPhone. Die bisherigen Versuche, Paid-Content bei deutschen Verlagshäusern zu etablieren, scheiterten überwiegend. Nur im Bereich der Fachzeitverlage und Fachpublikationen konnten sich bisher einige Paid-Content-Modelle behaupten.

Ob es sich dabei um erfolgreiche Ansätze handelt die Zeitungsverlage wieder profitabler zu machen, bleibt abzuwarten und ist sicherlich auch abhängig von den Strategien der weiteren Marktteilnehmer.

In jedem Fall müssen die Bezahlangebote einen Mehrwert für die User darstellen. Andernfalls könnten die weiteren Verlage und Newsportale ihre Informationsstellung ohne großen Aufwand verbessern und den etablierten Nachrichtenportalen Spiegel Online und Bild.de spürbar Nutzer abnehmen.

Link zur GfK-Pressemeldung: http://www.gfk-verein.de/index.php?article=press_1_&lang=german&f=press

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