Der neue Facebook Newsfeed – mehr als nur Optik!

Seit letzten Donnerstag ist es raus: Facebook stellt seinen neuen Newsfeed vor und begeistert damit viele Social Media Fans. Alles wird ein wenig visueller und ein bisschen bunter, ein bisschen übersichtlicher und ein bisschen filterbarer. Für den Nutzer bedeutet der neue Newsfeed eine einheitliche Anzeige sowohl von PC, als auch von allen mobilen Endgeräten aus sowie einen unkomplizierteren Wechsel zwischen den einzelnen Themenbereichen. Marc Zuckerberg hat ambitionierte Ziele: „Wir werden jedem auf der Welt die beste personalisierte Zeitung der Welt bieten“.

Soweit so gut. Aber was könnte diese „neue personalisierte Zeitung der Welt“ für Unternehmen bedeuten? Hat dieser Einfluss auf das Social Media Marketing? Hier einige Überlegungen.

1) Herausforderungen für das Community Management

Social Media Kommunikation zeichnet sich hauptsächlich durch authentische Beiträge aus, die begeistern, amüsieren und informieren sollen – das Unternehmen bekommt eine Stimme, die auf gleicher Ebene mit dem Konsumenten kommuniziert. Ganz im Gegensatz zu Maßnahmen wie beispielsweise TV-Spots, wird also auf Facebook, Twitter & Co kaum werblich kommuniziert. Und genau hier liegt der Knackpunkt: Die Versuchung ist natürlich groß, jetzt da Facebook die visuelle Kommunikation in den Fokus rückt, einfach Inhalte aus den Bilderwelten anderer Kanäle zu posten. Dies dürfte allerdings dazu führen, dass man geradewegs an seiner Zielgruppe vorbeipostet. Daher bedarf es einer Professionalisierung des Content-Marketings, bzw. des Community-Managements, die vor allem dadurch geprägt sein dürfte, Kompetenzen aus der visuellen Gestaltung hinzuzuziehen. Problem ist hier allerdings, dass die meisten Community-Manager hier ein Ressourcen Problem haben werden. Lösung könnte sein, das Social Media Team dauerhaft zu erweitern, oder dauerhaft Agenturen hinzuzuziehen, die diese Kompetenzen ergänzen können.

2) Der Nutzer hat die Wahl

Zukünftig kann der Nutzer systematisch wählen, welchen Feed er verfolgt. Um dies zu tun, muss der Nutzer noch stärker als zuvor vom Mehrwert des Marken-Contents überzeugt sein. Content ist also nach wie vor King und muss noch mehr als zuvor hervorstechen. Entscheidet sich ein Nutzer einem Markenauftritt zu folgen, bedeutet dies allerdings, dass die Verweildauer des Nutzers steigt und der Content noch mehr im Fokus steht als bisher. Die Chance mit dem gezielten visuellen Content mehr zu bewirken ist also durchaus gegeben. Bedenkt man, dass der Nutzer klar zwischen dem Feed von Freunden und Marken wählen kann und diese klar getrennt sind, müssen Unternehmen, wie bereits oben erwähnt, noch vorsichtiger mit stark werblichen Botschaften sein.

Fazit: Visuelles Storytelling wird mehr und mehr ins Zentrum der Unternehmensauftritte bei Facebook rücken. Unternehmen sollten bereits jetzt, auch im Blick auf den Einfluss dieses Trends auf PR und Marketing, strategisch umdenken. Mit 25,1 Millionen Nutzern in Deutschland besitzt bereits jeder dritte Deutsche einen Facebook Account – der Einfluss dieses Mediums auf die gesamte Unternehmenskommunikation darf hier keineswegs unterschätzt werden. Eine Aufstockung des Personals durch Grafiker und das Posten von Werbebildern wird also nicht ausreichend sein. Es geht eher um ein ganzheitliches Umdenken: und zwar darum, die Story bildhaft zu kreieren und Bildsprache in Symbiose mit Text harmonischer werden zu lassen  –  Der Text wird kürzer, das Bild größer und dient als Hauptemotionsträger. Oder anders: „Mal kurz noch einen Post bei Facebook raushauen, um Content bereitzustellen“ – das war gestern!

Quelle: http://www.futurebiz.de/artikel/wie-marken-im-neuen-newsfeed-erfolgreich-kommunizieren/?utm_source=Futurebiz+Heute&utm_campaign=b68099e819-Futurebiz_Heute_27_02_2013&utm_medium=email

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