Das war die SmashingConf Freiburg 2015

Die Smashing Conference fand dieses Jahr zum vierten Mal im Historischen Kaufhaus in Freiburg statt. Eine traumhafte Location, in der ca. 300 Front-End Entwickler, Web Designer und andere Kreativschaffende aus aller Welt sich Vorträgen, Gesprächen, Workshops und Kaffeerunden rund um das Thema Web gewidmet haben.

Die SmashingConf Flaggen hängen am Historischen Kaufhaus in Freiburg.
Die SmashingConf Flaggen hängen am Historischen Kaufhaus in Freiburg.

Die Vorträge

Den ersten Konferenztag eröffnete Simon Collison mit seinem Vortrag „The Designer’s Guide to being essential“ und gab damit einen theoretischen Einblick in das Thema modulares und verantwortungsvolles (Web) Design. Alla Kholmatovas Vortrag ergänzte am Morgen die Theorie mit dem Praxisbeispiel, dass sie im August bereits auf A List Apart veröffentlicht hatte. Nach der Lektüre dieses Artikels war es hoch interessant von ihr selbst zu erfahren, wie einzelne Module im interdisziplinären Team entstanden sind, wie diese im Verlauf des Prozesses immer wieder überarbeitet wurden und wie sie zu dem finalen Set an Modulen gekommen sind. Danach war auch klar, warum während des Prozesses einer eigentlich überschaubaren Website alle vier Wände des Konferenzraumes mit den Modulen tapeziert waren. Das ist nicht die visuelle Kür, es ist die strukturelle Pflicht.

Welcome to SmashingConf Freiburg 2015.
Welcome to SmashingConf Freiburg 2015.

Am Nachmittag gab Bram Stein einen lehrreichen Einblick in das Thema „Web Fonts Performance“. Das Publikum war sich nicht sicher, ob FOIT oder FOUT die schlechtere UX ist 😉

Christian Holsts Vortrag „Conversion Rate Optimization Techniques in eCommerce“ lieferte uns einige Tipps, die wir direkt für eine bessere Conversion testen werden. Erstaunlich war, dass Christian bei Banyard bis zu 450 Parameter hinsichtlich der Conversion im Bereich eCommerce testet und trackt. Highlight des Tages war (wie jedes Jahr) die Smashing Party in der Passage46. Bei Cocktails und Bier gab es eine Menge Gespräche rund um Front-End Code und UI Design und UX bis in die frühen Morgenstunden.

Den zweiten Tag eröffnet traditionell der Mystery Speaker. Immer ein gut gehütetes Geheimnis bis zu dem Moment, in dem der Speaker die Bühne betritt. Dieses Jahr war es Jeremy Keith. Wie man elastische und skalierbare Systeme im Internet aufbaut beschrieb Jeremy anhand von drei Schritten:

  1. Kernfunktionalität identifizieren
  2. die simpelste Technology einsetzen und dann
  3. aus- und aufbauen

Der gesamte Tag war bestückt von hervorragenden Vorträgen rund um CSS, Responsive Images und Storytelling. Aber der beste Vortrag des Tages (für mich) war von Andy Budd. Andy ist wohl einer der herausragendsten UX Design Beratern und machte auf sehr kontroverse Art und Weise darauf aufmerksam, was UX wirklich ist, was es nicht ist und was das Thema Zertifizierung betrifft: „A certification doesn’t mean quality, just a minimum level of standards“. Und wer will schon nur mit den Mindeststandards arbeiten.

Wenn es bei der Session mal wieder zu voll war …
Wenn es bei der Session mal wieder zu voll war …

Der RWD-Workshop

Am dritten und letzten Tag fanden drei Workshops statt. Die Entscheidung fiel mir nicht leicht. Ich habe mich für den Workshop von Vitaly Friedman entschieden: Responsive Design, Clever Tricks and Techniques. Auch wenn ich jetzt schon seit etwa fünf Jahren Responsive Web Design in meiner täglichen Arbeit einsetze, ist es immer wieder verblüffend zu sehen, welche Techniken andere einsetzen, um bei Webseiten, Online Shops und Apps die bestmögliche UX und Performance über unterschiedliche Geräte zu erreichen.

Ich kann jedem Front-End Entwickler und UX-Aficionado die Smashing Conference nur wärmstens ans Herz legen. Sehen wir uns 2016 in Freiburg? Ich werde da sein.

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