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Das Ende des Facebook EdgeRank wie wir ihn kennen

Wer sich mit dem Thema SEO beschäftigt, kennt die Situation schon länger. Der Algorithmus, mit dem Google die Sortierung der Websites auf den Ergebnisseiten der Suche definiert, wird regelmäßig angepasst. Facebook verwendet ebenfalls einen Algorithmus, der die angezeigten Beiträge im Newsfeed steuert.

Search Engine People Blog / Flickr
Quelle: Search Engine People Blog / Flickr

Als Facebook den Newsfeed vor sieben Jahren einführte, wurden sämtliche Beiträge chronologisch aufgelistet. Seitdem wurde das Netzwerk regelmäßig um zahlreiche Funktionen erweitert. Beispielsweise wurde eine App-Plattform und Unternehmensseiten geschaffen. Auch die Anzahl an Nutzern stieg stetig und liegt heute bei weit über einer Milliarde. All das hat dafür gesorgt, dass sich das Aufkommen an Beiträgen und sonstigen Informationen deutlich erhöht hat.

Facebook filtert und sortiert die Beiträge nun vor und zeigt nur noch die wichtigsten Beiträge („Hauptmeldungen“) an. Wer möchte, kann die Sortierung temporär auf „neueste Meldungen“ umstellen, indem er oberhalb des Newsfeeds auf „Sortieren“ klickt. Die Sortierungsoption „Hauptmeldungen“ zeigt jedoch nur eine kleine Auswahl an Beiträgen an, die Facebook für (jeden persönlich) relevant hält. Dass dies sinnvoll ist, zeigt folgendes Rechenbeispiel:

  • 450 Freunde posten pro Tag im Durchschnitt 0,35 Beiträge (manche mehr, manche weniger) = 192,5 Beiträge
  • 75 Marken und Unternehmensseiten posten pro Tag im Durchschnitt 0,45 Beiträge =  54 Beiträge

Macht unterm Strich fast 250 Beiträge pro Tag, die der Nutzer theoretisch zu sehen bekommt. Dies ist natürlich viel zu viel und würde den Nutzer im Normalfall überfordern. Von daher hat Facebook den EdgeRank eingeführt, der für die Sortierung und Filterung zuständig ist. Bisher wurden dazu folgende Faktoren vom EdgeRank berücksichtigt:

  • Affinität zwischen dem Nutzer und dem Beitragsersteller
  • Gewichtung der Beitragsart (Textbeitrag, Kommentar, Gefällt mir, Foto, Video, usw.)
  • Vergangene Zeit seit Erstellung des Beitrags

Quelle: http://www.whatisedgerank.com/
Quelle: What is EdgeRank

Da die Anzahl der Beiträge immer weiter wächst, reichen selbst diese grundlegenden Bewertungskriterien nicht mehr aus und werden zukünftig von Facebook um weitere Faktoren erweitert. Zukünftig könnten beispielsweise Faktoren wie z.B. die Geräteeigenschaft (mobil), geografische Herkunft, Absprungrate, das manuelle Ausblenden von Beiträgen, die Markierung von Spam, usw. den Algorithmus beeinflussen. Es wäre zumindest die logische Weiterentwicklung, bedeutet aber auch, dass die Sichtbarkeit der Beiträge noch mehr von der Qualität des Content abhängen wird.

Der bekannte Blogger und Onlinemarketing-Experte Björn Tantau geht sogar so weit, den neuen Algorithmus in News Feed Rank umzubenennen. Laut Lars Backstrom, dem „Engineering Manager for News Feed Ranking“ bei Facebook, haben zukünftig bis zu 100.000 individuelle Bestandteile Einfluss auf den Newsfeed.

Generell ist es sehr wichtig, alle aktuellen Entwicklungen bei Facebook zu beobachten und die eigenen Inhalte fortlaufend auszuwerten, damit die eigenen Inhalte die größtmögliche Aufmerksamkeit auf Facebook erhalten. Bei weiteren Fragen zum EdgeRank stehen wir gerne beratend zur Verfügung.

Kostenlose Erstberatung durch das Social Media-Team der Webmatch GmbH:
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