ARD/ZDF-Onlinestudie 2012

Seit 1997 führen ARD und ZDF jährlich eine Studie über das Onlineverhalten der Deutschen durch. Kürzlich wurden die Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2012 veröffentlicht, deren Quintessenz im Folgenden vorgestellt wird.

Passive Nutzung des Mediums Internet

Wie in den Vorjahren haben immer mehr Deutsche einen eigenen Internetzugang. Dabei ist in diesem Jahr insbesondere ein Zuwachs der über 50-Jährigen zu verzeichnen. Jedoch nutzen die Personen der älteren Generation noch nicht sämtliche Möglichkeiten des Internets, die bei den Jüngeren bereits zum Online-Alltag dazugehören. Trotz des Zuwachses an älteren Internetnutzern sind die Personen, die das Netz am aktivsten nutzen, zwischen 14 und 29 Jahren. Dies zeigt sich insbesondere bei der Nutzung von sozialen Netzwerken und Videoplattformen, wie Facebook und YouTube.

Die Internetgewohnheiten der unter 30-Jährigen haben sich bisher kaum verändert. So verhalten sie sich weiterhin weitgehend „passiv-konsumierend“ und produzieren eher seltener selbst Content. Beispielsweise betreiben lediglich 4 Prozent dieser Altersgruppe einen eigenen Weblog. Die Jugendlichen nutzen das Internet vielmehr, um Freundschaften zu pflegen bzw. Kontakte zu knüpfen und unterhalten zu werden. „Das Internet ist für sie kein neuer Medienkosmos, den sie selbst aktiv gestalten, sondern eine nützliche Erweiterung der ‚alten Medien'“, heißt es in der Studie.

Unterschiedliche Nutzung von Smartphone und Tablet

45 Prozent der Internetnutzer verwenden mittlerweile mobile Endgeräte, um auf das Internet zuzugreifen. Dass die Nutzung von Smartphones immer größere Attraktivität gewinnt, ist in den sinkenden Preisen bzw. in der Einführung von Flatrates und in der Entwicklung von Smartphone-Applikationen zu begründen. Tablet-PCs werden in Deutschland im Vergleich zu Smartphones noch nicht so häufig verwendet. 4 Prozent der deutschen Internetnutzer sind im Besitz eines solchen Endgerätes. Zu diesem Prozentsatz zählt in der Regel die Personengruppe der 30- bis 49-Jährigen.

Dabei werden die beiden Arten mobiler Endgeräte auf unterschiedliche Art und Weise genutzt: Um auf soziale Netzwerke zuzugreifen, finden eher Smartphones Verwendung, und zum Abrufen der E-Mails sowie zum Informieren über die aktuellen Nachrichten ziehen Internetnutzer tendenziell Tablets zurate. Allgemein ist festzuhalten, dass die mobilen Endgeräte zwar mobil, jedoch nicht unterwegs genutzt werden. Vielmehr wird hier die Mobilität innerhalb der eigenen vier Wände genutzt. Smartphones und Tablet-PCs finden zunehmend als Zweitbildschirm Verwendung.

Multiple Nutzung mehrerer Geräte

Das Fernsehen im Internet selbst hat bisher noch keine große Resonanz gefunden. Lediglich 11 Prozent der Deutschen schauen im Internet zeitversetzt fern. Tablets werden zunehmend neben dem Fernsehkonsum verwendet, um entweder zur momentan laufenden Sendung Zusatzinformationen zu erhalten oder um während des Fernsehens unabhängige Dinge zu recherchieren. Die Studie folgert, dass sich „die Bildschirmmedien ergänzen […] und in Summe […] mehr Medieninhalte konsumiert“ werden.

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